Weißt du, was Liebe ist?
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Jubiläum
Jubi Story zum 100. Kapi

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Hilf mir fliegen1. Teil 'Weil du mir ihr Herz hinterlässt'


Kapitel 51

Kims Sicht
* Kim, deine Schminke,* quietschte mir Jill entgegen. Ich ließ die Hände wieder sinken und öffnete verschlafen die Augen.
* Glück gehabt, wäre deine Schminke jetzt verlaufen hätte ich geheult.* Ich zwinkerte verschlafen und warf einen Blick zu Bill. Er lächelte sanft und drückte mir einen feuchten Kuss auf die Stirn.
* Naaa, ausgeschlafen?* Ich nickte nur und streckte mich ausgiebig.
* Können wir mal irgendwo halten? Ich muss aufs Klo,* nuschelte ich leicht peinlich berührt. Bill lachte kurz auf, nickte und strich mir spielerisch durch die Haare.
* David, halt mal an der nächsten Tanke, ich brauch ne Pause,* er zwinkerte mir beim reden noch mal zu und ich musste unwillkürlich grinsen. Er war so unglaublich süß. Den Rest der fahrt schwiegen wir uns an, bis David dann an einer Tankstelle hielt, ich mir meine Tasche schnappte und noch vor allen anderen den Van verließ. Sofort stiefelte ich Richtung Klo. * Schatz, warte ich komm mit.* Bill rannte hinter mir her. Wollte der jetzt zusammen mit mir aufs Klo gehen? Ich schmunzelte.
* Na komm,* unsere Hände verhakten sich in einander und ich lief grinsend neben Bill her, er zog die große Eisentür auf und ich verschwand in der kleinen Kabine, Bill blieb in dem Eingansbereich stehen und starrte irgendwie verloren in den Spiegel. Als ich die Kabinentür wieder aufschloss drehte Bill sich wieder um. Seine Augen glänzten im dunklen Licht der kleinen Lampe, die an der Decke hing. Ich lächelte, wusch mir die Hände und wir verließen zusammen das dreckige Klo. Die Jungs inklusive Jill standen an der Kasse in der Tankstelle und bezahlten ihren Kram.
* Brauchst du auch noch was?* fragte mein Freund und deutete auf die vielen Regale. Ich zuckte die Achseln.
* Ich brauch aber noch was, Gummibärchen und ne Erdbeermilch,* er zog mich einfach hinter sich her. Ich kaufte mir dann schließlich doch noch eine Cola und so saßen wir schon 5 Minuten später wieder im Van. Ich saß zwischen Bill und Tom, die beide lauthals über mich hinweg diskutierten, über die erhöhten Preise in den Deutschen Tankstellen. Ich warf Jill immer wieder genervte Blicke zu und sich nickte nur zustimmend.
* Man JUNGS, ist gut jetzt,* fauchte ich wütend und sah Bill mit zusammen gekniffenen Augenbrauen an. Er zog einen Schmollmund und riss die Augen auf.
* Tut mir leid,* nuschelte er und kam mir, immer noch schmollend, immer näher. Ich gab ihm spielerisch eine Backpfeife und grinste.
* Jetzt bin ich sauer,* tat ich beleidigt und wollte den Kopf grade wieder weg drehen als Bill mein Kinn festhielt und mich küsste. Erst total überrumpelt, dann aber einfach nur leidenschaftlich gab ich mich dem Kuss hin.

 

Kapitel 52

Bill schien auf den Geschmack gekommen zu sein, ich hätte niemals gedacht das Bill so verschmust war. Vorsichtig drückte er seine Zunge in meinen Mund, sein Pircing in meiner Mundhöhle ließ mich laut aufkeuchen.
Ich spürte neugierige Blicke in meinem Rücken und löste mich von Bill, ehe ich mich nicht mehr unter Kontrolle hatte. Bill grinste schelmisch. Natürlich hatte niemand hier im Van mein Keuchen überhört, und als ich mich wieder grade hinsetzte beobachtete ich aus den Augenwinkeln Tom, wie er Bill einen fiel sagenden Blick zu warf.
Ich versuchte mir nichts anmerken zu lassen uns strich behutsam meinen Rock zurecht.
* Wir sind da,* ertönte Davids Stimme von vorne. Der Van hielt vor einen großen Gebäude.
* Also auf auf,* David klopfte Gustav auf die Schulter und war schon auf dem Weg ins Gebäude als ich den Van hinter Bill verließ. Er lief ein paar Schritte vor mir her, blieb aber an der Eingangstür stehen und drehte sich zu mir um.
* Komm schon,* grinste er und streckte mir seine Hand entgegen.
* Ist das okee, wenn, wenn ich deine, also… du weißt schon,* ich blickte auf unsere Hände die sich fest umschlungen hatten. * Natürlich Maus, wenn ich das so will, ist das okay,* lächelte er und wir betraten das große Gebäude. David und die anderen standen schon vor dem Fahrstuhl. Und mit jeder Etage die wir dem Raum, in dem das Interview stattfinden sollte näher kamen, stieg in mir die Nervosität. Ich hatte noch nie gesehen wie es hinter den Kulissen so ab ging und spielte nervös an Bills Fingern. Oben empfing uns Saki, der den Jungs die Einzelheiten erklärte, wie viele Fragen, welche Themen, für welche Zeitung, eben all so etwas. Jill und ich hielten uns derweil im Hintergrund und betraten still schweigend hinter den Jungs den Raum, in dem bereits ein Fernsehteam wartete. Ich ließ mich direkt auf einen Stuhl abseits fallen und beobachtete wie Bill die Nase gepudert wurde. Unwillkürlich musste ich grinsen, denn die Grimassen die er dabei schnitt sahen einfach nur genial aus. Jill stand in der anderen Ecke und unterhielt sich mit einer blonden Frau, die kurz drauf zu Bill lief und aufgeregt an seinem Oberteil rumzupfte. Ich kniff die Augenbrauen zusammen und war grade dabei aufzustehen und das blonde Weib von meinem Freund fern zuhalten, als Jill mich mit einem warnenden Blick bedachte und mir mit einer Handbewegung zu verstehen gab das ich zu ihr kommen sollte. * Lass, das ist Britta, Bills Stilistin. Kein Grund zur Eifersucht,* raunte sie und zog mich mit auf zwei leere Stühle hinter dem Fernsehteam. Ich saß jetzt genau gegenüber von Bill und konnte mir schon wieder ein grinsen nicht verkneifen.
* Kamera?*
* Läuft.*
* Okay dann… 3,2,1 Action,* Und der Interviewer plapperte fröhlich drauf los während die Jungs, für meinen Geschmack etwas zu fröhlich in die Kamera lächelten.
Die ersten 4 Fragen verliefen ohne Zwischenfall. Standart fragen wie, wo kommt ihr grad her, was habt ihr dann und dann gemacht. Ich hörte schon gar nicht mehr richtig zu, viel zu sehr versuchte ich den Blick Kontakt zu Bill zu halten, der natürlich ständig wieder abbrach da Bill nicht zu auffällig werden durfte, bis der Mann sich ein letztes mal räusperte:* Und wie sieht es aus mit Freundinnen? Seit ihr verliebt, oder immer noch alle zu haben,* fragte er dann und Bills Blick schnellte in meine Richtung.
Unsere Blicke trafen sich und ich sah deutlich die Verunsicherung in Bills Augen.
Während Gustav seine Jill schon seit Monaten nicht mehr leugnete, Tom und Georg beide eine Freundin abstritten und Tom noch mal deutlich machte das er für jeden One- Night Stand zu haben war, was definitiev nicht so war, wanderten Bills Augen nervös durch den Raum.
* Und du Bill, du glaubst doch an die große Liebe oder? Hast du sie schon gefunden?* Der Mann von Interviewer klopfte Bill Freundschaftlich auf die Schulter und rechnete wohl fest damit das Bill nach wie vor Single war, dass dem nicht so war, konnte er ja nicht wissen.
* Ich…,* quietschte Bill und sah unsicher zu David.

Kapitel 53

* Ich bin natürlich nach wie vor Solo,* nuschelte er und bestätigte seine Aussage noch mal mit einem gekünzelten lächeln. David nickte ihm zu und in mir kochte die Wut, dieses Monster. Nachdem der Interviewer den Raum verlassen hatte und David den Jungs 15 Minuten Pause angekündigt hatten, ließ ich mich neben meinen Freund auf die Couch fallen.
* Es tut mir leid meine süße,* hauchte er aber ich schüttelte nur den Kopf.
* Ist okay, ich bin nicht scharf auf die Presse,* lächelte ich und nahm mir fest vor David keines Blickes mehr zu würdigen. Mit einem mal spürte ich Bills Fingerspitzen an meiner Hüfte, er drehte mich so, das ich seitlich auf ihm saß und fing an meinen Hals zu küssen.
Ich legte meinen Kopf auf seine Schulter und schloss die Augen. Genoss die gehauchte Leidenschaft die Bill auf meinem Körper verteilte, genoss wie er von meinem Nacken bis zu meinem Dekolte küsste, kurz vorher aber stoppte und mich angrinste.
Das diese Zone für ihn Tabu war, zumindest wenn ich bei klarem verstand war, müsste er eigentlich wissen und so bedachte ich ihn nur mit einem strafenden Blick.
Sofort schob sich seine Unterlippe wieder vor und seine braunen Augen wurden weit aufgerissen.
* Bill,* keifte ich spielerisch und stupste ihm in den Bauch. Bills Miene blieb unverändert.
* Guck nicht so,* nörgelte ich und versuchte mich aus seinem Griff zu befreien und auf zustehen aber Bill drückte seine Hände immer noch auf mein Becken und verhinderte meine Flucht vor seinem allgemein bekannten Dackelblick.
*Bihill,* fauchte ich und versuchte ihn böse an zugucken, was mir aber nicht gelingen wollte.
Die anderen Jungs und Jill waren so sehr in ein Gespräch vertieft dass sie von all dem gar nichts mit bekamen.
Ich hatte nachgegeben, lehnte wieder an Bills Brust und beobachtete Tom wie er wild gestikulierend irgendetwas darstellen wollte. Die anderen drei kicherten aufgebracht.

Bills Sicht
Kim hatte ihren Kopf auf meine Brust gelegt und ihre Arme um meine Hüften geschlungen. Sie beobachtete die anderen, und als Jill ihr zu lächelte, zog auch über ihr Gesicht ein leises lächeln. Es tat gut sie so fröhlich zu sehen, es tat gut sie bei mir zu haben. Was gab es denn bitte schöneres als MEINE Freundin dabei zu beobachten wie sie glücklich war?
Kims Augen wanderten wieder zurück zu mir, und blieben an meinen Lippen hängen. Zum zigsten mal brachte sie mich heute zum schmunzeln. So niedlich. Sanft küsste ich sie und sah noch im letzten Moment wie sie ihre Augen schloss, ehe ich es ihr nach tat.

 

Kapitel 54

Kims Sicht

* Jungs es geht…. Bill, es reicht,* fauchte David in unsere Richtung so das ich entsetzt von Bill abließ. Was hatte der denn für ne Laune?
War ich nicht diejenige die das Recht hatte ihn so an zumachen?
* Na hopp, runter da von unserem Frontmann,* lachte Tom mich an und ich stand noch grade im letzten Moment auf, bevor sich die Tür öffnete und ein junger Mann den Raum betrat, der sofort von allen herzlich begrüßt wurde. Ich setzte mich wieder in den Hintergrund zu Jill und beobachtete das geschehen.
* Sascha, kommst du noch kurz?* Fragte David und der Bravo Reporter und er verschwanden. Bill grinste mich an. Ein letztes mal bevor die endlose Fragerei weiter ging. Die selben langweiligen Fragen und immer die selben Antworten. Nach knapp einer halben Stunde hatte sich dann alles geklärt, der Reporter verabschiedete sich und die Jungs wurden sofort weiter in die Maske gelozt, in der sie sich auf die Viva Live Show vorbereiten sollten. Jill und ich saßen schweigend neben einander, sie starrte auf ihre Fingernägel und ich hatte die Augen geschlossen und lauschte den verschiedenen Geräuschen.
* Sag mal,* unterbrach Jill irgendwann die Stille:* Macht es dir nichts aus dass Bill dich verleugnet hat?* * Nein, warum? Ich bin nicht scharf auf die Presse oder Morddrohungen oder so was.* * Mh naja, aber,* wollte sie mich weiter in ein Gespräch verwickeln aber ich wimmelte ab:* Jill, ich will nicht drüber reden okay? Nicht jetzt, vielleicht heut Abend,* dabei bedachte ich sie mit einem stechenden Blick, der sie zum schweigen brachte. Aber nicht für lange denn:* Hast du schlechte Laune?* Genervt stöhnte ich auf und ohne auf ihre Frage ein zu gehen murrte ich ein:* Ich geh mal eine rauchen,* ehe ich aus der Tür trat und mich auf den Weg nach unten machte. Genüsslich zog ich an meiner Zigarette, blies den Qualm durch die Nase aus und drückte den Filter dann gegen die kahle Hauswand.
Ich hatte Jill grade zu unrecht so angegangen, dafür würde ich mich entschuldigen, außerdem hatte sie mir ja nichts getan und nur weil ich wütend war, dass der Manager, dieses beschissene Monster, mir alles kaputt machte, hatte ich kein recht Jill so zu behandeln, sie wollte ja auch nur helfen. Als ich zurück in de Raum kam, von welchem aus wir die Live Sendung mit verfolgten und ich mich kleinlaut bei Jill entschuldigt hatte, war es still. Niemand der anwesenden Sprach, die ganze Sendung über wurde geschwiegen und jeder schien das geschehen im Studio genaustens zu verfolgen. Bill war grade dabei hysterisch und total gekünzelt über einen, von Tom gerissenen, Spruch zu lachen, als neben mir ein Handy klingelte.
* Hi süße,* quietschte Jill ins Telefon und anstatt auf den Fernseher zu achten beobachtete ich jetzt die rothaarige, wie sie der Stimme am anderen Ende der Leitung lauschte.

Kapitel 55

* Ja, total, ja…. Wissen Bill und Tom schon be-, achso ja, mhmh, Ja ist doch cool, dann sehen wir uns ja… und vielleicht lernst du dann Bills Freundin kennen, ja genau, okay, bye süße,* so ungefähr musste man sich dieses Gespräch vorstellen. Als Jill ihr Handy wieder weg gepackt hatte und wieder neben mir saß grinste sie mich an.
* Nächstes Wochenende, also in einer Woche kommt Andi mit seiner Freundin vorbei, die wollten mal vorbei schauen und Andis Geburtstag planen, der wird ja im März 18,* erklärte sie mir auf meinen fragenden Blick hin. Ich nickte nur.
* Sag das aber noch nicht Bill und Tom, sag es am besten niemandem, dass soll ne Überraschung werden,* fügte Jill noch hinzu ehe wir uns wieder anschwiegen und ich auf den Fernseher starrte. Um kurz nach 4 Uhr kamen die Jungs wieder zurück, Bill griff nach seiner Wasserflasche und trank sie in nur wenigen Zügen leer. Da hatte aber jemand Durst, schmunzelte ich, wusste aber nicht so recht was ich tun sollte, ihn umarmen? Oder einfach sitzen bleiben? Ich entschied mich für das zweitere und wartete ab, was Bill jetzt machte. Zu erst ließ er sich entkabeln, dann griff er zur nächsten Wasserflasche und dann lächelte er mich an. Ja, er lächelte bis über beide Ohren und lief mit schnellen Schritten auf mich zu.
* Maus,* hauchte er und drückte mich an sich. Wir standen einfach nur da und umarmten uns innig. Eine halbe Ewigkeit schien zu vergehen, bis David Bill auf die Schulter klopfte.
* Gutes Interview, wir fahren jetzt zurück zum Hotel, da habt ihr dann 3 Stunden Zeit zum entspannen, schlafen oder was auch immer ihr wollt, aber um punkt 19 Uhr steht ihr abfahrbereit in der Lobby, dann geht’s auf zur Pressekonferenz wegen dem neuen Album,* letzteres sagte er laut genug sodass auch die anderen Jungs bescheid wussten.

 

Kapitel 56

Bill drückte den Schlüssel ins Schloss und ließ die Tür mit einem lauten Knall auffliegen.
* Na komm,* er griff meine Hand und zog mich hinter ihm her auf sein großes Bett. Sein Zimmer war noch größer als das von Jill und mir, sein Bett war noch breiter und sein Kleiderschrank war auch viel größer.
* Nicht träumen,* flüsterte Bill und lenkte somit meine Aufmerksamkeit auf ihn. Er strich mir sanft eine Haarsträhne hinters Ohr und fing an meinen Nacken zu kraulen.
* Ich liebe dich,* flüsterte er bevor er mich sanft küsste. Ich erwiderte diesen Kuss sofort, sodass Bill nach einigen Minuten immer fordernder wurde und ich ihn irgendwann stoppen musste.
* Ihr müsst gleich schon weiter,* hauchte ich ihm als Begründung für die Unterbrechung unseres Kusses entgegen.
* Ich will nicht,* nörgelte Bill wie ein kleines Kind und ließ sich mit einem Seufzer mit seinem vollen Gewicht auf mich fallen. Sein Kopf lag auf meiner Brust, was irgendwie ziemlich weh tat, sein Ellenbogen bohrte sich in meinen Unterarm und ich hatte das Gefühl unter Bill zu ersticken.
* Eh,* mehr bekam ich nicht raus und somit rührte Bill sich auch nicht. Als er dann seinen Kopf ein wenig drehte, meine Brust somit endgültig einquetschte und ich laut aufquiekte sah er mich erschrocken an.
* Wieso sagst du denn nichts Maus?* Ich seufzte.
* Ich konnte nicht, ich hatte nicht genügend Luft zum reden,* jappste ich und Bill rollte sich wieder neben mich.
* Ich liebe dich übrigens auch,* lächelte ich nachdem ich mich wieder beruhigt hatte.

Kapitel 57

Als ich die Augen öffnete und mich erschreckt aufsetzte war Bill verschwunden. Ein Blick auf seinen Wecker verriet mir, dass er schon seit fast 2 Stunden wieder unterwegs war und ich wahrscheinlich eingeschlafen war.
* Scheiße!* Mit einem genervten stöhnen ließ ich mich wieder ins Bett fallen, als mir plötzlich eine Idee kam. Ich hüpfte ins Bad, ließ Wasser in die Wanne und suchte nach einem guten Badezusatz. Während das dampfende Wasser in die Wanne lief hüpfte ich, voller Elan, zum Telefon und wählte die Nummer der Rezeption, äußerte meinen Wunsch und wartete. Es dauerte nicht lange bis ein Page an der Tür klopfte und mir den gewünschten Strauß Rosen, 20 Teelichter und eine Flasche Wein brachte.
Ich gab ihm das Trinkgeld, ließ den teuren Wein, die Kerzen und die Rosen natürlich auf die Rechnung setzen, David sollte bezahlen. Die Wanne war voll, der weiße Schaum glitzerte im hellen Licht der Badezimmer Lampe und ich fing an mit meinen Vorbereitungen. Ich zupfte jedes einzelne Blatt von den Rosen und verstreute sie auf dem weißen Schaum der Wanne, verteilte sie auf dem Badewannenrand und auf dem Boden. Die Teelichter stellte ich auf die Kommode, Herzform. Ich nahm zwei Gläser aus der Mini-Bar und goss den Wein ein, als ich den Schlüssel im Schloss klacken hörte. Bill schob seinen schmalen Körper ins Wohnzimmer und stockte, als er mich, mit den Wein Gläsern in der Hand ins Bad hüpfen sah.
* Stopp,* kreischte ich, stellte die Gläser auf die Kommode und hüpfte hinter Bill um ihm die Augen zu zuhalten. Ich hatte die Kerzen angezündet und das Licht gelöscht. Jetzt schob ich Bill vor mir her ins Bad, hielt ihm die Augen noch immer zu.
* Danke für alles Bill,* hauchte ich und ließ meine Hände sinken. Bill blieb stumm. Schaute sich reglos im Raum um. Dann fuhr er herum. Seine Augen glitzerten, seine Hände legten sich auf meine Hüften und er fing sanft an mich zu küssen. Immer fordernder stieß seine Zunge gegen die meine, seine Hände wanderten unter mein T-Shirt, zogen es mir über den Kopf.
* Ich liebe dich,* flüsterte ich, während ich mich an Bills Hose zu schaffen machte. Gegenseitig zogen wir uns aus, dabei küssten wir uns Leidenschaftlich.
Bills Hände wanderten unkontrolliert über meinen Körper, über meine nackte Haut, glitten sanft über meinen Bauch und legten sich irgendwann zurückhaltend zwischen meine Beine. Ich zuckte zusammen als Bill anfing seine Hand zu bewegen, mich in Richtung Wanne drückte.
Das warme Wasser umgab meinen Körper, Bill legte sich sanft auf mich, bewegte seine Hand erneut und ließ mich aufkeuchen.
* Bill der-* ich brach ab, mit einem schelmischen grinsen hatte Bill seine Lippen auf die meinen gelegt. Seine Hand wanderte über meine Brustl. War es jetzt so weit? War es überhaupt schon der richtige Moment dafür? Bill löste sich von mir und legte den Kopf schief.
* Maus?* Ich schreckte hoch.
* Bist du… wärst du mir müde wenn wir es heut dabei belassen?* Eine leichte röte zierte seine Wangen, ich schüttelte den Kopf.
* Ich wollte eh nicht, also, ich wollte dir danken Bill, vor alles was du bis jetzt für mich getan hast und… ich… ich wollte dir sagen dass ich dich sehr, sehr dolle Liebe,* ich lächelte, Bill griff nach den Weingläsern. Er setzte sich auf meinen Bauch, drückte mir ein Glas in die Hand, küsste mich kurz und wir stießen an.
* Auf uns,* lächelte Bill und nippte an dem roten Getränk.

 

Kapitel 58

Nach einer wunderschönen Nacht, die wir nur mit kuscheln und küssen verbracht hatten, kamen Bill und ich total verschlafen und eine halbe Stunde zu spät zum Frühstück.
* Ach, die gnädigen Damen und Herren lassen sich dazu herab mit uns zu Frühstücken,* witzelte David und fing sich von mir einen Tötenden Blick ein.
Ich hasse dich, schrie ich ihm in Gedanken entgegen, riss mich allerdings zusammen und quetschte mich auf den Platz zwischen Tom und Jill, denn neben David wollte ich nicht sitzen, dass überließ ich meinem Freund.
* Sagt mal, was schenken wir Andi eigentlich zum Geburtstag? Das ist ja gar nicht mehr lange,* unterbrach Gustav irgendwann die peinliche stille. Ich blickte zu Jill, die ahnungslos die Schultern zuckte.
* Schenken wir ihm jeder einzeln was, oder schmeißen wir dieses Jahr wieder mit Mia zusammen?* Bill blickte in die Runde.
* Wer ist denn jetzt Mia?* Fragte ich genervt, langsam nicht mehr durch blickend.
* Schatz, nicht so böse am frühen Morgen,* neckte Bill und ich streckte ihm die Zunge raus.
* Also, schmeißen wir zusammen?* Wiederholte Bill, ohne auf meine Frage ein zugehen. Allgemeines nicken.
* Und dir, dir stellen wir Andi bis dahin auch noch vor, und ansonsten nehm ich dich mit auf seine Geburtstags Party,* lächelte Bill. Ich nickte, Andi hatte ich mal auf einem Foto im Internet gesehen, er war hübsch, bestimmt auch ein netter Kerl. Dass ich ihn vor seinem Geburtstag noch kennen lernen würde, konnte ich Bill ja jetzt nicht erzählen.
* Wer ist Mia?* Wiederholte ich meine Frage.
* Mia? Äh, Andis Schwester, die lernst du dann auch kennen,* lächelte mein Freund und ich runzelte die Stirn.
* Oder wir fragen Lea, ob wir zusammenschmeißen wollen, oder beide,* überlegte Tom und fuhr sich mit einem Finger am Kinn entlang.
* Und wer ist Lea?* Ich verdrehte die Augen und Bill lachte hysterisch auf.
* Andis Freundin, die stellen wir dir dann auch vor,* kicherten die Zwillinge im Chor.
Alles klar, da hatte ich ja noch eine ganze Menge vor mir.

Kapitel 59

Das Restliche Essen über, unterhielten sich die Jungs darüber, mal wieder richtig Party zu machen, an Andis Geburtstag. Ich beobachtete Bill und hing in Gedanken bei unserer letzten Nacht.
* Ich geh mir noch was am Büffet holen, kommt einer mit?* Toms Augen wanderten durch die Runde und blieben an mir hängen. Ich schaute auf. Toms Blick war fordernd, so dass ich unsicher aufstand und ihm folgte.
* Was ich sagen wollte,* murmelte er als wir uns einige Meter von unserem Tisch entfernt hatten.
* Ja?* * Ja, also… ich wollte mich bei dir bedanken,* Tom war sichtlich nervös, anscheinend hatte er es nicht so mit bedanken und so was.
* Wo-, wofür?* Ich versuchte Blickkontakt zu ihm her zustellen, aber unmöglich, Toms Augen wanderten konzentriert auf dem Fußboden umher.
* Bill hat, naja er hat mir gestern Abend ne sms geschrieben, weil wir eigentlich mal wieder so einen Bruder Abend machen wollten, er hat erzählt was du für ihn vorbereitet hast und… na ja, er ist glücklich und… und das freut mich, weil, wenn Bill glücklich ist, dann bin ich es auch,* unsicher schaute er auf. Seine Augen glänzten und ich konnte nicht anders, es war quasi die einzige Möglichkeit, ich fiel Tom um den Hals und drückte ihn an mich. Meine Arme um seinen Hals geschlungen standen wir da, bis Tom mich sanft von sich drückte und grinste.
* Ist gut,* lächelte er und strubbelte mir Freundschaftlich durch die Haare. * Ich find es schön, dass du jetzt eine weile mit uns rumtourst,* fügte er noch einmal hinzu und blickte mich durchdringend an. Ich biss mir auf die Unterlippe.
* Danke Tom,* und zum Dank hauchte ich ihm einen sanften Kuss auf die Wange. Dann drehte ich mich auf dem Absatz um und lief zurück zu unserem Tisch, wo Bill mir einen merkwürdigen Blick zu warf, den ich aber ignorierte, nicht für wichtig hielt.
* Also, in 2 stunden checken wir aus, fahren dann nach München, von da aus habt ihr ein paar Termine, die Mädchen müssen so lange wohl warten und heut Abend habt ihr frei,* verkündete David und wir machten uns auf den Weg in unsere Zimmer, Sachen packen. Ich war relativ schnell fertig und so machte ich mich, meinen Koffer im Schlepptau, auf den Weg zu Bill, doch als der seine Zimmertür öffnete, sah er nicht sonderlich erfreut aus....

Kapitel 60

Was war los? Bill lief wortlos zurück in den Raum, warf seine Anziehsachen in seinen Koffer und schien mich einfach zu ignorieren.
* Hallo?* Fragte ich vorsichtig.
Keine Antwort.
* Bill was hast du?*
Keine Antwort.
* Bill was hab ich dir getan?* Bills Bewegung stoppte, er drehte sich wie in Zeitlupe um und starrte mich fassungslos an.
* Was war dass heute mit Tom?* fauchte er mir entgegen, und ich schreckte zurück.
* Bill ich hab mich bei ihm bedankt,* flüsterte ich leise.
* Bedankt! BEDANKT? Und deshalb küsst du ihn oder was?* Bills Blick brannte in meinen Augen, eine Mischung aus Wut und Angst erfüllte meinen Körper. Tränen bahnten sich einen Weg über meine Wangen, wie konnte er so was sagen? Bill schien über seine Worte nicht nach zudenken, schien jetzt auch noch auf eine Antwort zu warten.
* Was willst du jetzt von mir hören?*
* Die Wahrheit?* presste er wütend zwischen den Zähnen hervor und ich konnte nicht anders, als spöttisch auf zulachen. * ICH HAB MICH BEI IHM BEDANKT! Weil er die Idee schön fand, mit den Rosen und dem kuschel’ Abend, er hat sich bedankt weil ich dich angeblich glücklich gemacht habe, ich hab ihn umarmt weil ich es schön fand, dass er mir so was sagt, weil ich es schön finde ein gutes Verhältnis zu Tom zu haben, obwohl ich ihn noch nicht mal lange kenne,* mit jedem Wort wurde ich leiser, mit jedem Wort liefen mehr Tränen, die ich vergebens versuchte mit meinem Handrücken weg zu wischen. Was war los mit Bill, er war doch sonst nicht so, so, aggresiev, er machte mir Angst. Und grade als er den Mund öffnen wollte um mir wieder etwas entgegen zu schreien, funkte ich ihm dazwischen.
* Ich bin nicht taub, du machst mir angst,* kreischte ich und schluchzte laut auf.

Bills Sicht
Du machst mir angst’ hallten ihre Worte in meinem Kopf wieder. Nein, dass hatte ich nicht gewollt.
* Es, es tut mir leid Kim,* nuschelte ich und legte meine Hand auf ihren Unterarm, strich sanft darüber, doch Kim zuckte nur zusammen. Sie stand auf und ließ mich allein.
* Lass mich in ruhe,* schrie sie, bevor sie die Tür hinter sich ins Schloss fallen ließ und verschwand.

Als ich wenig später in der Lobby ankam, waren die anderen Jungs schon fertig, nur Jill und Kim fehlten noch. Ich bekam Schuldgefühle, gegenüber Kim, gegenüber Tom, denn ich wusste doch er würde mir mein Mädchen niemals wegnehmen, er war doch mein Bruder. Leise seufzend übergab ich dem Security meinen Koffer und stellte mich zu Tom, der mich misstrauisch musterte.
* Was ist los?* Er kam einen Schritt näher und musterte mich. * Später,* grummelte ich als ich sah das Jill mit Kim im Schlepptau die Treppe hinunter lief. Doch sie lief nicht zu Gustav, nein, sie blieb genau vor mir stehen, baute sich auf und kreischte los.








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