Weißt du, was Liebe ist?
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Jubiläum
Jubi Story zum 100. Kapi

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Hilf mir fliegen1. Teil 'Weil du mir ihr Herz hinterlässt'


Ich stöhnte auf. Krallte mich in seinen nackten Rücken und presste mich noch enger gegen die kalten Badezimmerfliesen. Sein heißer Atem der gegen meine Haut stieß als er sanfte Küsse auf meinen Hals hauchte, ließ mich schaudern. Ich legte meinen Kopf auf seine Brust, nicht fähig zu denken und ich war mir sicher, hätte er mich nicht gegen die kalte Wand gedrückt wäre ich unter seinen Berührungen zu Boden gegangen. Vorsichtig schob er seine unter mein Top, presste seine Lippen fordernd auf meine. Seine Finger wanderten über meinen Bauch zu meiner Brust, auf der sie dann regungslos liegen blieben. Sein Mund öffnete sich seine Zunge wanderte über meine Lippen und ich gewährte ihm einlass. So verharrten wir einige Minuten, bis er den Saum meines Oberteils ergriff, es mir grob über den Kopf zog und zu seinem T-shirt auf den Boden fallen ließ. Meine Hände drückte er über meinem Kopf an die Wand, küsste meinen Hals, mein Dekolte, bis er meine Hände wieder los ließ und mit den seinen Fingern in meine Boxershort fuhr, meine Beine leicht auseinander drückte.
* Oh Gott,* quietschte ich erregt, völlig außer Atem.
In dem Moment wurde das Licht angemacht, die Tür ging mit einem leisen knarren auf und ehe ich reagieren konnte, brach der Störenfried in schallendes Gelächter aus.
Andi nahm langsam seine Hand aus meiner Hose.
Mit einem mal wurde mir bewusst dass ich halb nackt war.
* Dreh dich um,* keifte ich, doch Bill, der vom lachen schon rote Ohren bekommen hatte, lachte nur noch heiterer weiter.
* Als ob ich noch nie ein nacktes Mädchen gesehen hätte,* kicherte er während ich wütend an ihm vorbei huschte. Natürlich hatte er mit seinem lauten Gelächter dass halbe Haus aufgeweckt, denn Tom stand schon an der Treppe und musterte mich, als ich wütend die Badezimmertür hinter mir zu schlug und in mein Zimmer verschwinden wollte.
* Moment, was machst du, mit Andi und Bill auf dem Klo?* Fragte er verwirrt, bekam jedoch von mir keine Antwort, denn noch immer, selbst durch die verschlossene Tür, hörte ich die abnormal laute Lache von Bill. Ich stieg die Treppe hoch und warf mich in mein Bett. Scheiße! Wie peinlich. Aus den Augenwinkeln sah ich wie Andi sich neben mich setzte.
* Hey Maus, nicht schlimm, kann jedem mal passieren mh? Außerdem, guck mal, schlimmer wäre es gewesen wenn deine Mutter uns erwischt hätte,* während er das sagte verkniff er sich ein grinsen, dass sah man deutlich, ich allerdings fand die Situation einfach nur peinlich.
* Vom eigenen Bruder beim Petting im Badezimmer erwischt,* nuschelte ich mit hoch rotem Kopf und biss mir auf die Unterlippe.
Ich war mir sicher, da durfte ich mir morgen noch Kommentare zu anhören.

__________________________________________________________ 

Als ich am nächsten Morgen die Augen öffnete, war die Betthälfte neben mir leer. Ich streckte mich und gähnte herzhaft. Mental darauf vorbereitet was jetzt gleich kommen würde, schlürfte ich die Treppe runter in die Küche und, wer hätte es gedacht, Bill, Tom und Mama saßen am Küchentisch. Ich senkte den Kopf, wollte Bills grinsen gar nicht sehen.
* Na gut geschlafen?*
* Ja,* ich ließ mich ans andere Ende des Tisches fallen und starrte hilflos auf meinen leeren Teller. * Ihr habt für n Mathe Referat gelernt ne,* natürlich hielten die Zwillinge zusammen, war ja klar. Abwechselnd sah ich zwischen den beiden hin und her.
* Jungs lasst sie in ruhe, so lange sie verhütet hat,* Simone lächelte mir zu. Danke Mama! Wenigstens eine, aber… wir hatten doch gar keinen Sex.
* Wir hatten keinen Sex,* sprach ich dann meinen Gedanken aus und fing mir von allen Seiten misstrauische Blicke ein. * Ne stimmt, als ich rein gekommen bin hat er nur seine Hand drin gehabt,* kicherte Bill, mein Blick verfinsterte sich. Dieses blöde Arschloch. Kaum waren die Zwillinge mal zu Hause musste ich mir so etwas rein ziehen. Ohne weiteren Kommentar steig ich die Treppe wieder rauf in mein Zimmer.
* Andi ist übrigens schon nach Hause gegangen,* wurde mir hinterher gerufen, ich ignorierte das gekonnt und schlug mit einem lauten BOOOM die Tür hinter mir zu. Manchmal hasste ich meine Brüder. Sie waren so gut wie nie da, und wenn, dann machten sie sich einen spaß daraus mich über mein Liebesleben aus zu fragen, war denn das Liebesleben einer 14 Jährigen so interessant? Aber vor allem seit ich mit Andi zusammen war, platzten Bill und Tom ständig in mein Zimmer. Ich seufzte. Morgen würden die Jungs wieder fahren, und um ehrlich zu sein, war ich richtig froh drüber. ____________________________________________________________________________ * Tschüss süße, viel spaß und wir melden uns, weißt du ja mh?!* Bill kniff mir spielerisch in die Wange und wand sich dann seiner Freundin zu. Lea, ein Mädchen aus der Oberstufe, in die er sich unsterblich verliebt hatte. Er rasstete regelmäßig aus wenn Lea auf irgendeine Party ging auf der er sie nicht beschützen konnte. Bill war eifersüchtig, aber so richtig und Lea, Lea liebte Partys, liebte er zu flirten. Ich drehte meinen Kopf zu Tom der mich kurz an sich drückte.
* Wenn was ist ruf an ja?* Ich nickte. Eigentlich waren sie ja doch ganz lieb, dachte ich mit einem leisen lächeln auf den Lippen. Die Zwillinge stiegen in den Van, Bill lächelte ein letztes mal in die Runde, ehe die Tür zu schlug und der Van um die nächste Ecke bog. Ich sah zu Lea, sie blickte traurig auf den Boden.
* Weg ist er,* hauchte sie leise und ich meinte, eine Träne über ihre Wange rollen zu sehen.
* Hey, er kommt doch wieder,* lächelte ich aufmunternd. Aber vergebens, denn jetzt fing Lea richtig an zu weinen.
* Ich vermiss ihn so, es ist so, so schrecklich ohne ihn,* sie warf sich mir um den Hals und schluchzte laut auf. Oh je. * Aber bald ist er wieder da und dann verbringt ihr wieder ganz viel Zeit mit einander süße, du weißt doch dass er dich liebt, du liebst ihn doch auch… und die paar Tage die sie jetzt weg sind übersteht ihr locker,* ich tätschelte Leas Hinterkopf, wusste nicht so genau was ich jetzt machen sollte, denn dieses verhalten an Lea war mir neu. Ich hatte sie noch nie weinen sehen weil Bill und die anderen Jungs für ein paar Tage ins Studio mussten. Noch knappe 20 Minuten brauchte es um die völlig aufgelöste Lea wieder zu trösten und davon zu überzeugen dass Bill bald wiederkommen würde. Ich saß auf meiner Fensterbank, es regnete in Strömen. Andi war nicht zu Hause, ging nicht an sein Handy und meine Stimmung war dementsprechend mies. Es war schon kurz nach Mitternacht, aber ich konnte nicht schlafen, zu viele Gedanken tummelten sich in meinem Kopf. Ich tapste die Treppe nach unten schlüpfte in meine geliebten Chucks und verließ das Haus. Regen schlug mir ins Gesicht, vermischte sich mit den Tränen die mit einem mal unaufhaltsam über mein Gesicht kullerten. Im Prinzip wusste ich doch das Andi mich betrog. Ich wusste es, hatte ihn schon so oft mit dem Mädchen in der Stadt gesehen, Händchenhaltend, Küssend. Aber ich liebte Andi, liebte ihn so sehr, dass ich es nicht übers Herz brachte ihn zu verlassen. Und so hielt ich mich fest, an all den schönen Momenten die wir gehabt hatten, immer wenn wir kuschelten, küssten, fummelten oder wenn er mir sagte, dass er mich liebte, wurde ich in meinem Naiven glauben, dass er es ernst meinte, bestätigt. Ein Ohrenbetäubendes quietschen ließ mich aus meinen Gedanken aufschrecken. ______________________________________________________________________ Toms Sicht

* Man Bill du Idiot, geh an dein Handy,* schon seit knapp einer Minute bimmelte dieses scheiß ding, doch Bill, der tief und fest zu schlafen schien, ignorierte den Song der Gummibärenbande, der ihm zeigte, das Mama anrief.
* BILL,* fauchte ich und endlich tat sich im Nachbarbett etwas, Bill griff nach seinem Handy und hielt es sich ans Ohr.
* Mh, was ist los?* Ich hörte Mama am anderen Ende der Leitung hektisch reden und Bill saß einen Moment später Kerzengrade in seinem Bett. Die Augen weit aufgerissen und scheinbar hellwach.
* Was ist mit Nina?* quietschte er fassungslos in den Hörer.
* Ja… ja wir sind auf dem Weg… ja natürlich,* und damit legte er auf, sprintete aus dem Bett schnappte sich irgendwelche Klamotten und zog sich an.
* Mach schon Tom, wir müssen ins Krankenhaus, mit Nina ist irgendwas passiert. Los,* fauchte er und knapp 10 Minuten später, saßen wir beide in meinem Auto auf dem Weg nach Magdeburg ins Krankenhaus.

Ninas Sicht
‘Ein Ohrenbetäubendes quietschen ließ mich aus meinen Gedanken aufschrecken.’
Ich drehte mich um, sah noch im letzten Moment zwei helle Lichter auf mich zu kommen, hörte ein lautes Hupen und ging zu Boden. Mir wurde schlechte, ich fühlte vorsichtig über meinen Bauch, spürte nichts, nur Blut. Dann wurde alles schwarz. Mein Leben zog an mir vorbei, ich sah Bill und Tom vor mir, wie sie lachten weil ich irgendetwas falsch gemacht hatte, ich sah Andi, wie er dieses Mädchen küsste, hörte ihn sagen, dass er mich liebt, sah Mama wie sie mich über ihre Lesebrille hinweg anschielte. Und dann, dann sah ich, wie alles verschwand, alles war weg und eine unheimliche leere umgab mich.
* Nina,* hörte ich ein leises Keuchen, spürte wie jemand meine Hand griff. * Scheiße, Nina, es tut mir so leid, wach auf sonst… man, warum hast du das gemacht? Wieso bist du abgehauen? Waren wir so scheiße zu dir?* Die letzte frage wurde von einem lauten schluchzen übertönt. Vorsichtig tastete ich nach der Hand, die bis eben noch die meine gehalten hatte.
* Bill,* meine Stimme war rau, kratzig und es tat weh beim sprechen. * Nina, es tut mir leid, uns, tut es leid, wir, wir machen das wieder gut ja? Versprochen, aber, aber du musst dich wieder erholen ja?* Ich öffnete die Augen einen kleinen spalt und blickte in die braunen Augen meines Bruders.
* Tom ist… er ist zu Andi gefahren, er, er sagt Andi bescheid,* flüsterte Bill und strich mir sanft über die Stirn. Nein! Ich wollte ihn nicht sehen, nicht Andi.
Aber ich war zu schwach, irgendetwas zu erwidern, schlief ein. _____________________________________________________________________________ Toms Sicht Ich holte aus und schlug Andi mitten ins Gesicht.
* Komm auf dein Leben klar Junge, du wagst es meine Schwester zu betrügen?* kreischte ich und musste feststellen dass ich mich fast so anhörte wie Bill wenn er ausrasstete. Das Mädchen, welches sich mittlerweile wieder angezogen hatte trippelte an mir vorbei und verschwand. Zu ihrem Glück.
* Nina liegt im Krankenhaus und du fickst dich hier durch halb Loitsche oder was?* Andi blieb stumm, starrte betreten auf den Boden. Noch einmal holte ich aus und schlug zu, mit der flachen Hand. Andis Nase fing an zu bluten, aber er blieb stumm. Wahrscheinlich hatte er eingesehen dass es das beste war. Ich fuhr auf dem Absatz herum und verließ kurze Zeit später das weiße Haus, ließ mich in meinen Wagen fallen und machte mich zurück auf den Weg ins Krankenhaus. Ninas Sicht * Er hat was?* Erschrocken riss ich die Augen auf. Bill und Tom standen am anderen Ende des Raums, Bills blick heftete auf mir und er lief jetzt mit großen Schritten zu mir zurück.
* Süße hast du, ich meine wegen Andi hast du,* er brach ab.
* Ja, ich wusste es,* nickte ich schwach.
* Aber ich liebe ihn doch,* und somit brach ich in Tränen aus. Jedes mal schluchzen tat weh, jede Träne brannte auf den Wunden in meinem Gesicht, doch all der körperliche Schmerz, war nichts gegen den Seelischen. Bills Hand strich sanft über meine Wange, während Tom meine Hand griff. Seine Fingern strichen meine Tränen bei Seite, er öffnete den Mund und fing an zu singen.
Ich bin hier irgendwo gelandet,
Kann nicht mehr sagen wer ich bin,
Hab die Erinnerung verloren, die Bilder geben keinen sinn, Bring mich zurück, bring mich nach Haus,
Ich schaffs nicht allein hier raus,
komm und hilf mir fliegen, Leih mir deine Flügel,
Ich tausch sie gegen die Welt, gegen alles was mich hält, ich tausch sie heute Nacht, gegen alles was ich hab.*








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