Weißt du, was Liebe ist?
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Jubi Story zum 100. Kapi

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Kapitel 41

Ich lies meinen Kajalstift sinken und starrte Bill irritiert an. Grade hatte er noch gelacht… jetzt stand er vor mir und weinte? Ich warf die Schminke ins Waschbecken und lief auf ihn zu, nahm ihn in den Arm.
* Was ist passiert?* Ich fuhr ihm mit dem Daumen über die Wangen, wischte die Tränen weg.
* Ich… also David hat… also… ich hab grade… ich hab mit David gesprochen und… und er hat grade mit deiner Mama telefoniert… und… also… die hat… die hat gesagt dass… das du die Ferien über bei uns bleiben kannst.* Das letztere quietschte er nur so vor sich hin. Ich starrte ihn an. * Was?* Perplex schüttelte ich den Kopf, Bill nickte glücklich während erneut Tränen über seine Wangen liefen.
* Das heißt wir haben uns jetzt 2 Wochen mein Schatz,* lächelte er, strich mir behutsam eine Haarsträhne hinters Ohr, sah mir dabei in die Augen… so eindringlich.
* Ich möchte dass du auf andere Gedanken kommst ja? Ich möchte dich nicht mehr weinen sehen,* hauchte er, drückte mich gegen die kalten Steinfliesen und küsste mich innig. Ich schlang meine Arme um seinen Hals, winkelte mein rechtes Bein an und drückte mich mit meinem Oberkörper gegen Bill, welcher daraufhin noch ein Stück näher kam.
* Ich sehe dass als ein okay an,* lachte er, als er sich wieder von mir gelöst hatte. Ich war nicht fähig etwas zu sagen, denn ein wunderschönes Gefühl durchzog meinen Körper. Ein kribbeln, welches mir eine Gänsehaut über den Rücken jagte und mich kurz schaudern ließ. Bill war schon wieder aus dem Bad verschwunden und so guckte ich, dass ich schnell fertig wurde um ihn dann zum Frühstück begleiten zu können.
In der Lobby war nicht mehr viel los, nur aus der hinteren Ecke hörte man munteres Plaudern, welches allerdings erstarb als Bill und ich uns dem Tisch näherten. Alle Augen waren auf mich gerichtet, kein wunder nachdem ich gestern so fertig gewesen war. Bill neben mir drückte meine Hand.
* Morgen!* lächelte ich, griff mir ein Brötchen und fing an zu essen. Alle waren ruhig, als ich aufblickte, waren nach wie vor alle Blicke auf mich gerichtet. Ich sah von Georg zu Gustav, von Gustav zu David und von David zu Tom, in dessen Augen ich die unverkennbare Ähnlichkeit zu seinem Bruder feststellte.
* Sagt mal, könnt ihr mir mal sagen warum ihr alle guckt als wenn jemand gestorben wäre?* Fauchte ich wütend, blickte wieder zu David, welcher neben mir den Kopf eingezogen hatte und betreten auf seine Hände starrte.
* Hallo? Ich rede mit euch. Man es geht mir gut okay? Ich freu mich tierisch auf die nächsten 2 Wochen aber ich hab kein Bock auf so eine Trauer gemeinde hier,* ich hatte die Hände zu Fäusten geballt und zitterte leicht vor Wut. Noch immer herrschte betretenes Schweigen bis:* Na dann ist ja gut,* ich drehte den Kopf, blickte gradewegs zu Tom, welcher mir sein schönstes lächeln schenkte, ehe er sich zu Georg wand und munter dort weiter erzählte wo er aufgehört hatte.

Kapitel 42

Den Rest des Essens schwieg ich. Während alle anderen sich munter unterhielten, sah ich verträumt aus dem Fenster und genoss die zärtlichen Berührungen von Bill, der, während er mit Georg diskutierte, einen Arm um mich gelegt hatte und nun sanft meine Schulter streichelte. Jede freie Minute würde ich mit ihm verbringen, jeden Moment, wenn er nicht vor der Kamera stand würde ich ihn halten können. 2 Wochen lang.
* Was sagst du dazu schatz?* Ich schreckte hoch. Alle Augen waren auf mich gerichtet.
* Ehm… was… wozu denn?* Bill seufzte.
* Hast du schon wieder geträumt ja?* Er lachte leicht auf und redete dann weiter, ohne auf meine Antwort, zu was auch immer, zu warten. Ich drehte meinen Kopf wieder weg, starrte weiterhin Gedankenverloren aus dem Fenster, hinter welchem es in strömen Regnete. Und so saß ich eine knappe stunde später zwischen Tom und Bill auf der Rückbank des Vans, mit geschlossenen Augen an meinen Freund angelehnt, und freute mich auf die vielleicht schönsten 2 Wochen meines Lebens. Es war still, Bill hatte seinen Arm um meine Hüfte gelegt und Träumte, Tom hörte Musik, Gustav tat es ihm gleich und Georg schlief. David saß zwei sitze vor mir, vertieft in ein Mode Magazin. Dann, auf einmal, kam mir die Frage der Fragen überhaupt.
* Wo hin fahren wir eigentlich?* Bill schaute mich an, schaute zu Tom und fing an zu lachen. * Zu dir schatz, wir holen deine Sachen,* lachte er und strich mir über den Kopf. Ich kicherte über meine Vergesslichkeit und so bekam ich nicht mit, wie wir am Friedhof, an der Grabstätte meiner besten Freundin, vorbei fuhren. Kurz nach unserem Gekicher auf der Rückbank war es wieder still geworden. Keine unangenehme stille, aber trotzdem machte sie mich nervös, weswegen ich anfing mit Bills Armband zu spielen. Immer wenn ich den Anhänger schüttelte erklang ein leises bimmeln, ein total schönes Geräusch. Mir gefiel dieses Armband. Es war Silber und lag eng am Handgelenk an. Drei Ketten hingen davon ab und an diesen Ketten hingen kleine Glöckchen, welche dieses Geräusch verursachten. Doch kaum hatte ich etwas zum spielen gefunden, waren wir auch schon angekommen und der Van bog in unsere Einfahrt.
* Alle man raus da,* lachte David, mit, wie ich fand, viel zu guter Laune und schellte an unserer Haustür. Von drinnen hörte man ein lautes scheppern, ein leises Fluchen und kurze Zeit später wurde die Tür aufgerissen.
* Kommt rein,* lächelte meine Mutter, die mit hoch rotem Kopf und schürze um die Hüften vor uns stand. Ich nickte ihr nur zu und griff Bills Arm um ihn die Treppe hoch zu ziehen. Georg, Gustav und Tom folgten uns. Innerhalb kürzester Zeit hatte ich alle meine Sachen in einen großen Koffer geworfen, während Bill meine schminke eingepackt hatte. Georg Gustav und Tom lagen derweil auf meinem Bett und kugelten sich vor lachen, während sie ein altes Fotoalbum von mir durchblätterten. Dabei holten sie jedes zweite Foto aus seinem Umschlag und reichten es zu Bill, der entweder nur grinste, oder rot anlief und versuchte sich das lachen zu verkneifen. Bis Tom irgendwann verstummte und scheinbar ein Foto fixierte. Er schaute kurz zu mir, schaute wieder auf das Foto, zurück zu mir, bis sein Blick schließlich wieder auf dem Foto heftete.

Kapitel 43

Georg neben ihm, schaute erst kurz über seine Schulter, schüttelte den Kopf und blickte zu Gustav, welcher jetzt auch ungläubig auf das Foto starrte. Ich hatte sofort gewusst welches Foto sie dort gefunden hatten, sagte aber nichts.
* Das bist nicht du oder?* Hauchte Tom und drehte das Album, so dass auch Bill und ich freie sicht auf das Foto hatten. Auf dem Bild stand ein schwarzhaariges Mädchen. Sie trug ein lila Top welches man hinten im Nacken zu binden musste. Bauchfrei und mit einem weiten ausschnitt. Dazu trug das Mädchen einen schwarzen luftigen Mini-Rock und schwarz-weiße Ballerinas. Das Mädchen lächelte. Sie lächelte so ehrlich, dass es fast ansteckend war. Ihre Augen glitzerten, was man sogar dort, auf diesem schon etwas verblassten Foto, sehen konnte. Ich nickte. Ja, dass war ich. Tom klappte die Kinnlade runter und ich sah unsicher zu Bill, welcher jedes kleine Detail meines Körpers nun mit dem Mädchen vom Foto zu vergleichen schien. * Wow,* hauchte er dann, ich grinste leicht. Ich war wie jedes andere Mädchen auch gewesen, bevor dass alles angefangen hatte.
* Ich, ich will dich mal gerne so sehen, wieder. So glücklich, so, so gestylt,* hauchte Bill, den Blick nicht von dem Foto abwendend. Ja, er hatte recht, ich hatte mich gehen lassen in letzter Zeit. Hatte Haaransätze bekommen, ein paar Mitesser auf der Nase, war blass geworden, was sicherlich auch mit den Drogen zusammen hing.
* Irgendwann, vielleicht,* und damit war das Thema für mich wieder beendet, ich packte meinen Koffer zu ende und warf die Jungs dann hochkant raus, wollte mich umziehen. Selbst Bill, der mit allen mitteln versucht hatte da zu bleiben, musste gehen. Ich blickte in den Spiegel. Ja, ich hatte mich eindeutig gehen lassen. Aber das würde wieder werden, denn jetzt… konnte es nur noch Berg auf gehen.

Kapitel 44

Als ich die Treppe hinunter tappst, war aus der Küche lautes Gelächter zu hören und ganz tief in meinem Herzen, verspürte ich den drang, irgendwann wieder genauso unbeschwert lachen zu können. Als ich die Tür öffnete und mein Blick durch den Raum schweifte lächelte ich. Ich wusste das jeder in diesem Raum es akzeptieren würde wenn ich um Mira trauerte, aber ich tat es für mich, für mein Leben, welches ich ändern wollte.
* Können wir dann, Schatz?* Lächelte Bill und trank seinen Kaffee mit einem Zug leer. Ich nickte während Tom und Georg an mir vorbei in den Flur huschten. Auch David, Gustav und Bill verschwanden und dass erste mal seit langem hatte ich die Chance mit meiner Mutter zu reden, mich ihr mit zuteilen.
* Ich wünsch dir eine wunderbare Zeit mein Schatz,* sie war den Tränen nahe, dass sah ich und so schloss ich sie in die Arme.
* Danke Mama. Danke,* und mit diesen Worten verließ ich das Haus und trat hinter Gustav in den Van, in welchem mein Freund mir schon einen Platz frei hielt.
* Auf geht’s Jungs,* lachte David. Ich warf ihm einen bösen Blick zu und er räusperte sich:* Und Mädchen,* fügte er kleinlaut hinzu und wir alle mussten lachen.
* Also, erstmal haben wir Morgen und übermorgen ein paar Termine in Berlin, danach geht’s nach Hamburg und dann kommt das Album auch schon und es geht auf Promo,* brabbelte der Produzent munter vor sich hin, merkte nicht dass ihm niemand zu hörte. Gustav hatte seine Musik voll aufgedreht, Georg war vertieft in sein Handy, Tom schien auch Musik zu hören und Bill, ja Bill verteilte sanfte küsse in meinen Nacken, während ich an ihm lehnte und genießend die Augen schloss. Irgendwann, schlief ich ein. Ich träumte nicht, schlief dennoch tief und fest und merkte nicht, wie der Van ein paar Stunden später vor einem kleinen Haus hielt. Nicht in Berlin, nicht in Hamburg, nein, in Magdeburg. Die Jungs waren kurze Zeit später zusammen mit David hinter der Tür verschwunden und als ich aufwachte, war ich allein, orientierungslos und geschockt, dass die Jungs nicht mal eine Nachricht hinterlassen hatten.

Kapitel 45

Nervös spielte ich an meinen Fingernägeln und starrte alle drei Sekunden erneut auf die Uhr. Ich wartete jetzt schon knappe 20 Minuten. Wie lange die Jungs wohl schon weg waren? Kaum hatte ich’s gedacht ging die Tür des Hauses, vor dem der Van parkte auf, und einer nach dem anderen kam zurück zum Van. Erst Tom, dann David, dann Georg, dann Bill, dann Gustav und hinter Gustav, ich schüttelte den Kopf, hinter Gustav zockelte ein Mädchen her. Sie hielt seine Hand und schien in einem irren Tempo auf ihn einzureden, so sah es zumindest aus. Die Van Tür wurde aufgeschoben und Tom, gefolgt von Bill, ließ sich links neben mich auf den Sitz fallen, zwinkerte mir kurz zu und öffnete den Mund um etwas zu sagen, schloss ihn aber sofort wieder als das rothaarige Mädchen den Van betrat und die hintere Reihe, also Tom, Bill und mich irritiert musterte.
* Wieso hast du mir nicht gesagt dass deine Freundin mitkommt?* Sie drehte sich von ihrem Sitz aus zu Bill um und sah ihn mit einem interessierten Blick an.
* Du hast mich nicht zu Wort kommen lassen,* grinste mein Freund keck und drückte mir einen feuchten Kuss auf die Wange.
* Achso, ja tut mir leid, aber ich hab halt auch viel zu erzählen und so, kennst dass ja gell? Naja, hi,* jetzt wand sie sich an mich grinste verschmitzt und streckte mir ihre Hand entgegen:* Ich bin Jill, ich gehör zu Gustav,* als sie Gustavs Namen erwähnte blitzten ihre Augen kurz verliebt auf und ich musste schmunzeln.
* Kim,* ich erwiderte ihre Geste.
* Ja, Bill hat schon ur viel von dir erzählt grade. Aber ich hab nicht zu gehört,* kicherte Jill und biss sich verlegen auf die Unterlippe. Ich musterte sie. Ihre roten Haare waren zu zwei Zöpfen zusammen gebunden, die weit vom Kopf abstanden. Ihre grünen Augen waren in der selben Farbe, also grün, geschminkt und ihre Lippen glänzten leicht rötlich. Sie trug ein weißes T-shirt und eine graue Sweatshirt Jacke, eine schwarze Röhrenjeans und weiß- schwarze Vans.
* So Mädels, Koffer sind verstaut, Jungs sind auch alle da, ich würde sagen wir können los oder?* Grinste David durch den Rückspiegel und Jill und ich nickten nur. Na dass konnte ja was werden, dachte ich und musste mir insgeheim eingestehen dass Jill unverschämt gut aussah.

Kapitel 46

Den Rest der fahrt über starrte ich Gedankenverloren aus dem Fenster oder lehnte an Bill und döste vor mich hin. Als wir dann in Berlin ankamen, war es bereits dunkel und ich wollte nichts lieber, als schnell ins Hotel huschen. Das allerdings stellte sich als kleinen Problem dar, denn als der Van hielt brach vor der Tür des Hotels ein Ohrenbetäubendes kreischen aus. Ich warf einen nervösen Blick zu Jill, welche mir allerdings nur zu lächelte.
* Also, Saki steht in der Einganshalle, die Mädels gehen zu erst rein, dann kommt Saki raus und dann könnt ihr ein paar Autogramme geben und dann einchecken,* erklärte David uns seinen Plan. Ich nickte nur unsicher und verließ zögernd hinter Jill den Van. Die Mädels vor der Hoteltür wurden still, fingen leise an zu tuscheln und ein Mädchen, etwas korpulenter und knapp einen Kopf größer als ich, erhob die Stimme.
* Wer seit ihr denn?* Fauchte sie und löste sich aus der Menge, kam auf mich zu, doch Jill griff meine Hand und zog mich unbeirrt weiter Richtung Hotel. Saki war vor die Tür getreten und empfing uns mit einem aufmunternden lächeln.
* Rein mit euch,* er wies mit dem Finger in die Lobby des Hotels und ich ließ mich von Jill in eine der Sitzgruppen ziehen. * So, dann hätten wir dass auch,* lachte sie mich an und ließ meine Hand wieder los. Ich lächelte sie nur dankbar an. * Das war deine erste Begegnung mit Fans oder?* murmelte sie. Ich nickte nur:* Ja, aber naja… danke.*
* Wofür?* Jill zog verwirrt die Augenbrauen zusammen.
* Naja, dass du mich da mit genommen hast und so, ich wusste echt nicht wie ich mich verhalten sollte und, naja.* David kam zu uns an den Tisch und lehnte sich lässig in der Couch zurück.
* Mädels ich würde sagen, so lang wir hier in Berlin sind, teilt ihr euch ein Zimmer okay? Ihr könnt ja trotzdem bei den Jungs schlafen, es geht einfach nur darum dass es so aussieht als würdet ihr nicht zu den Jungs gehören,* während David sprach verlor er seine grade gewonnen Sympathiepunkte bei mir wieder. Er konnte ja echt ein lieber Kerl sein, aber manchmal war er einfach nur zum kotzen. Als die Jungs knappe 20 Minuten später die Lobby betraten und das laute Gekreische draußen erstarb checkten wir ein. Im 13. Stock lag unsere Suite. Ich warf meinen Koffer in die Ecke und blickte mich um. Ein großes Wohnzimmer, ein großes Schlafzimmer. Wir hatten ein Doppelbett, was uns aber nicht störte. Ich wusste, Jill und ich würden noch jede Menge spaß haben.

Kapitel 47

Die Jungs hatten direkt am Abend noch ein paar Termine und so machten Jill und ich unser Zimmer unsicher, alberten rum und schauten Fern.
* Wie lang bist du schon mit Gustav zusammen?* ich ließ mich auf den Badewannenrand fallen und beobachtete Jill beim Haare kämmen.
* Seit 7 Monaten ungefähr, Moment,* sie warf die bürste zurück auf die Kommode und kratzte sich nachdenklich am Hinterkopf.
* Mh ja, 7 Monate,* lächelte sie und griff nach meinen Abschminkpads.
* Darf ich?* Ich nickte.
* Und du und Bill, ihr seid doch erst seit ein paar Tagen zusammen oder?*
* Seit 8 Tagen, aber wir haben uns nur 5 Tage gesehen,* ich gähnte. * Wie alt bist du eigentlich?* Jill hatte sich umgedreht und musterte mich ausgiebig.
* 15 Jahre jung,* grinste ich:* Werde aber im April 16,* fügte ich schnell hinzu.
* Okay, das geht ja noch, ich bin 17 Jahre alt, aber gut, Gustav ist ja auch schon 19,* lachte sie und ließ sich ebenfalls auf den Badewannenrand fallen, während ich mich jetzt ans Abschminken machte.
* Mh, hatten ihr schon Sex?* Ich stoppte mitten in der Bewegung und drehte mich zu Jill um.
* Naja ich frag nur,* hob sie abwehrend ihre Hände.
* Nein hatten wir nicht, ich will aber auch nichts überstürzen, weißt du ich hatte kurz vor Bill noch eine Beziehung und, naja ich möchte halt jetzt noch nicht sofort alles geben,* lächelte ich und Jills Miene verfinsterte sich.
* Gustav hat da was erzählt, dass du einen anderen Jungen auch liebst oder so, ich habs nicht ganz verstanden.* Ich nickte langsam:* Allerdings ist der Junge tot,* und so erzählte ich Jill die Geschichte von Benni und mir, von dem streit meiner Eltern, den Drohungen auf dem Mädchenklo und dem Tod meiner besten Freundin und meiner Schwester. Und diesmal war nicht ich die jenige die weinte. Nein, als ich geendet hatte liefen Jill einzelne Tränen über die Wangen.
* Du tust mir so leid,* schluchzte sie und grinste nur gequält. * Ich, ich lenk dich jetzt in den zwei Wochen hier so richtig ab okay? Wir machen richtig Party wenn die Jungs nicht da sind,* brabbelte sie dann ganz aufgebracht, während sie in ihre Schlafklamotten schlüpfte und in Richtung Minibar lief.

Kapitel 48

Bills Sicht: Erst gegen Mitternacht betrat ich den Flur auf dem wir unsere Zimmer hatten. Während Georg und Tom sofort auf ihre Zimmer gingen, wollten Gustav und ich noch bei den Mädchen vorbei. Hinter deren Tür vernahm ich leises Gekicher und als Jill nach lauten Klopfen die Tür öffnete, wusste ich auch wieso. Sie schwankte leicht, kicherte hysterisch und stolperte Gustav sofort in die Arme. Ich drängte mich an den beiden vorbei und hastete ins Schlafzimmer. Kim saß im Schneidersitz auf dem Boden und trank immer wieder kleine Schlucke aus der Sektflasche, bis sie mich sah und schwankend aufstand.
* Schaaaazz,* lallte sie und viel mir lächelnd um den Hals. Sie war eindeutig betrunken und als sie sich sanft an mich schmiegte und anfing meinen Hals zu küssen wusste ich, dass ich das niemals ausnutzen durfte. Kims Sicht: Ich krallte mich leicht in seinen Nacken und legte meinen Kopf in seine Halsgrube.
* Ich liebe dihich,* nuschelte ich mühevoll und musste mir ein gestehen dass der Alkohol mir zu Kopf gestiegen war.
* Ich liebe dich auch, aber meinst du nicht wir sollten schlafen gehen Schatz?* Bill schaute mich mit großen Augen an. Ich schüttelte nur den Kopf und fing an, sanfte Küsse auf Bills Hals zu verteilen, strich sanft mit meiner Zunge über seinen Haut, Bill schloss genießerisch die Augen. Ich spürte seine Hände, die meine Wirbelsäule hinunter strichen, sich sanft auf meinen Po legten.
Ich drückte mein Becken noch näher an Bills und keuchte laut auf, als seine Fingerspitzen unter mein T-shirt strichen und seine Fingernägel über meinen Rücken fuhren. Das eine einzige Bewegung so erotisch sein konnte, hätte ich niemals gedacht.

Bills Sicht:
Kim keuchte auf und ich grinste leicht. Sie löste ihre Lippen von meinem Hals und drückte mir einen sanften Kuss auf den Mund, strich mit ihrer Zunge über meine Lippen als…
* Bill, ich nehm Jill mit rüber,* Gustav stand neben uns und grinste kopfschüttelnd als er uns sah. Ich löste mich von Kim, die daraufhin wieder leicht schwankte und nickte, wünschte Gustav eine gute Nacht, zwinkerte Jill noch mal kurz zu und wand mich wieder an Kim.
* Schlafen?* Sie nickte. Ihre Schlafklamotten hatte sie schon an und so bugsierte ich sie in ihr Bett, deckte sie zu und drückte ihr einen letzten Kuss auf die Stirn.
* Schlaf gut kleiner Stern,* lächelte ich, Kim war eingeschlafen und ich war einfach nur gespannt wie sie Morgen reagieren würde, ob sie sich noch daran erinnern konnte dass sie an diesem Abend das erste mal einen Schritt auf mich zu gemacht hatte? Oder hatte der Alkohol sie vergessen lassen?

Kapitel 49

Kims Sicht:
Unter einem gequälten stöhnen richtete ich mich auf und blickte mich in meinem Zimmer um. Es war hell, viel zu hell, so dass ich die Augen leicht zusammen kniff, während ich mir die Schläfen massierte. Mein Kopf pochte und ich fühlte mich wie ausgekotzt und überfahren. Von Bill war keine Spur.
Bill! Geschockt riss ich die Augen auf und warf mich zurück in mein Kissen. Ich hatte ihn geküsst und ich wäre viel weiter gegangen… war dass Offensichtlich gewesen? Ja, ich nickte schwach. Was würde Bill jetzt von mir denken? Vielleicht dachte er ich wär eine Schlampe? Oder er würde sauer auf mich sein, aber warum sollte er?
* Guten Morgen süße Maus,* ich fuhr erneut hoch, saß Kerzengrade im Bett und beobachtete Bill der mit Aspirin und einem Glas Wasser auf der Bettkante saß.
* Wie lang sitzt du schon da?* ich war verwirrt.
* Seit grade eben, hier,* er reichte mir das Glas mit der Aufgelösten Tablette und ich trank es in einem Zug leer. Sollte ich Bill auf gestern Abend ansprechen? Oder sollte ich warten bis er mich drauf ansprach? Ich schüttelte den Kopf.
* Bill ich… wegen gestern ich,* doch Bill unterbrach mich:* Ist okay kleiner Stern, du hast zu viel getrunken, so was muss auch mal sein. Ist okay, es…. Es war schön, aber ich weiß dass es am Alkohol lag* fügte er stockend hinzu und lächelte. Schüchtern und unsicher.
Ich beugte mich vor, streifte kurz seine Lippen mit den meinen und legte meinen Kopf dann auf seine Schule.
* Ich liebe dich süße, egal ob du zurückhaltend bist oder ob du mich nur küsst wenn du betrunken bist oder…* Ich zog die Augenbraue hoch:* Tust du?*
* Ich liebe dich Kim, und da ändert niemand und nichts etwas dran,* flüsterte Bill, lächelte. Ich biss mir auf die Unterlippe was Bill zum lachen brachte.
* Na komm, wir wollen frühstücken,* ich schwang die Beine aus dem Bett, und tappelte ins Bad, wo Bill mir schon, so lieb wie er war, ein paar Sachen rausgelegt hatte. Nachdem ich im Schneckentempo geduscht hatte, mich in die Röhrenjeans gezwängt hatte und den pinken Pulli über den Kopf gezogen hatte und dezent geschminkt das Bad verließ, musste ich auch noch frühstücken. Ich war mies gelaunt, trotz der wunderschönen Liebeserklärung von Bill. Unsere Hände waren in einander verhakt als wir den Essenssaal betraten. Jill sah man schon von weitem, ihre langen roten Haare stachen mal wieder aus der Menge heraus. Als wir uns an den Tisch setzten und ich einen Blick in die Runde warf, sah ich in lauter gespannte Gesichter.
* Na, wie war die Nacht?* Lächelte Gustav mich an. Ich sah zu Bill, worauf wollte der Schlagzeuger hinaus.
* Alkohol scheint dir ja nicht so gut zu bekommen,* lachte er und noch immer wusste ich nicht was er wollte.
* Naja, wie mans nimmt,* lachte Bill und Georg prustete los. Sie sprachen von gestern Abend, anscheinend hatte das, eigentlich ziemlich unspektakuläre Gefummel, schon die runde gemacht und ich spürte Augenblicklich wie mir die röte ins Gesicht stieg. Na toll…
Jill kicherte leise, während Bill sich seinen Cornflakes widmete. * Ich hab geschlafen,* murmelte ich dann irgendwann in die stille herein und die Jungs brachen in lautes Gelächter aus, Jill hielt sich gequält die Ohren zu.
* Schon klar, was anderes hatten wir nicht gedacht,* lachte Tom und zwinkerte mir zu. Ja ne, schon klar, sie hatten nichts anderes gedacht. Jaja…

Kapitel 50

Ich schaute wieder zu Bill, er schaute zurück. In seinem Blick lag ein hauch von Entschuldigung, aber auch Belustigung. Ich schüttelte den Kopf.
* Also Mädels… äh und Jungs, wir fahren um halb 12, das heißt in 2 Stunden zum ersten Shooting, danach 2 Interviews und Viva Live, heute Abend dann eine Promo Session zum neuen Album und dann habt ihr frei,* plapperte David den Plan runter. Ich sah zu Bill, hieß das jetzt wir durften mit?
* Ja, dürft ihr,* hauchte Bill, wie als könne er Gedanken lesen. Ich strahlte. Jill, die anscheinend schon öfter irgendwo mit hin gedurft hatte lächelte mir nur glücklich zu.
* Also ICH geh mich jetzt fertig machen.* Ich nickte:* Ich auch,* und damit waren wir in unserem Zimmer verschwunden. * So was ziehst du an? Oh man, ich weiß nicht was ich anziehen soll,* kaum hatte Jill ihren Kleiderschrank aufgerissen stöhnte sie genervt auf.
* Also ich, ich zieh…,* doch Jill unterbrach mich.
* Anders, weißt du was? Ich darf dich einkleiden und schminken, und du mich okay?* Was eine kranke Idee, aber ich stimmte zu. Am Ende trug Jill eine graue verwaschene Röhrenjeans, einen lila Kapuzenpullover, ihre schwarzen Chucks und zwei große graue Kreolen. Dazu hatte ich sie ganz dezent geschminkt und ihre Haare zu zwei Zöpfen gebunden die ihr frech über die Schultern hingen. Ich dagegen trug einen schwarzen Jeans Mini-Rock, eine schwarze Leggings, ein graues langärmliges T-shirt und schwarze Ballerinas. Meine Augen waren mit schwarzem Kajal umrahmt und meine Haare fielen mir geglättet über die Schultern. Ich blickte in den Spiegel und erschrak. Schon lange hatte ich mich nicht mehr derart raus geputzt, es gefiel mir. Das Mädchen im Spiegel lächelte und mir wurde bewusst, wie oft dieses Mädchen in letzter Zeit ehrlich und aufrichtig gelächelt hatte.
* Kommst du?* Jill zog mich am Ärmel hinter sich her in die Lobby, in der die Jungs bereits warteten. Ich stellte mich zu Bill, welcher mich glücklich anlächelte. Er beugte seinen Kopf zu mir, küsste sanft meine Nase, bis er seinen Mund mit meinem verschloss, ganz kurz, immer wieder, bis er seinen Mund irgendwann leicht öffnete und mit seiner Zunge um einlass bat. Ich gewährte ihm diesen und so verfielen wir in ein wunderschönes Zungenspiel. Ich seufzte.

Bill löste sich von mir und strich mir eine strähne aus dem Gesicht.
* Ich… ich freu mich wenn du mit kommst,* flüsterte er und zauberte mir dieses unglaubliche kribbeln in den Bauch. Ja, ich war verliebt… und… ich war glücklich. Gustav und Jill, liefen Händchen haltend vorweg, natürlich durch den Hinterausgang. Dann Tom, welcher seinen I-pod angemacht hatte, dann Georg der einfach nur schwieg und dann Bill und ich. Er hatte seinen Arm um meine Hüften gelegt, ich krallte mich in seinen Rücken und fühlte mich einfach gut, als die Morgensonne mir ins Gesicht schien. Es war kalt, doch trotzdem irgendwie schön. Im Van, brauchte es keine zwei Minuten und ich war eingeschlafen.

Bill Sicht

Tom drehte sich zu mir um, und sah mich mit großen Augen an. Kim war eingeschlafen und schnarchte leise vor sich hin. Niedlich.
* Was los kleiner Bruder?* neckte ich Tom, doch seine Miene blieb ernst.
* Sie… sie wird doch jetzt nicht immer was mit dir machen oder?* In Toms stimme lag Angst und ich musste augenblicklich grinsen. War da jemand eifersüchtig?
* Nein, natürlich nicht, da kennst du Kim nicht, sie… sie will einfach nur in meiner nähe sein, aber… zwischen uns stellt sich niemand, das weißt du doch.*
* Naja, ich weiß nicht, ich kenn sie ja auch noch nicht so gut und irgendwie… ich weiß nicht ich hab sie als das traurige Mädchen kennen gelernt und sie wird immer Lebensfroher und… ich will dich nicht verlieren,* das letzte hauchte Tom so leise dass ich selber es kaum verstand.
* Ach Tom,* seufzte ich und warf einen Gummibär nach ihm:* Du weißt das niemand sich zwischen uns stellt, du bist mein Bruder.* Wir beide lächelten und in dem Moment rieb Kim sich die, vom schlafen ganz kleinen, Augen.








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