Weißt du, was Liebe ist?
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Jubi Story zum 100. Kapi

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Hilf mir fliegen1. Teil 'Weil du mir ihr Herz hinterlässt'


Kapitel 111

* Guten Morgen liebe Sorgen, seit ihr auch schon alle wach, guten Morgen lieber Morgen, was wirst du heut für ein Tag?* Ich spürte heißen Atem an meiner Stirn und kurz darauf weiche Lippen, die meine Stirn abwärts, über die Nase bis zu meinem Mund küssten.
* Mhmh,* verneinte ich brummelnd und drehte den Kopf leicht zur Seite.
* Doch aufstehen jetzt, in 2 Stunden kommt schon deine Mama.* BUM! Kerzengrade saß ich im Bett.
* Was?* Hilflos blickte ich mich um, wollte doch noch gar nicht wieder gehen.
Bill hatte ein gequältes lächeln aufgesetzt und stupste mir mit dem Zeigefinger leicht in den Bauch.
* Na komm, wenn du Sommerferien hast, dann sehen wir uns bestimmt,* lächelte er und ich musste augenblicklich daran denken, was Tom gesagt hatte.
‘ Nach deinen Prüfungen kannst du mitkommen, so lang du willst!’ Und so erwiderte ich Bills lächeln.
Wenn du wüsstest, schoss es mir durch den Kopf und ich schlug bereitwillig die Bettdecke zur Seite.
Ich schnappte mir meine Anziehsachen die auf dem Boden verstreut lagen und tapste dann zu Bills Koffer.
* Ich will ein T-Shirt von dir anziehn,* lächelte ich auf Bills fragenden Blick hin.
* Ja, aber dann lass mich dir eins aussuchen,* mein Freund eilte zu mir an den Koffer uns zusammen stöberten wir durch seine Klamotten.
* Dass?* Ich zog ein weißes heraus, auf dem vorne ein schwarzer Löwenkopf abgebildet war. Bill legte den Kopf schief.
* Na gut, weil du es bist,* er nickte und ich gab ihm Dankbar einen Kuss auf die Wange, dann huschte ich ins Bad.
Kaum geduscht und angezogen, klopfte es an der Tür.
* Wer?* Fragte ich vorsichtshalber und streifte mir schnell Bills T-Shirt über den Kopf.
* Lea,* kicherte es mir von der anderen Seite entgegen und ich drehte den Schlüssel um.
* Komm rein.* Lea trat ein und schloss behutsam die Tür hinter sich.
* Bei Bill und dir alles wieder okay?* Mir fiel wieder ein, dass ich ja auch zu Lea gestern nicht grad freundlich war.
* Ja, ehm… die Eifersucht halt, du kennst das ja,* ich lächelte entschuldigend, doch Leas Miene blieb ernst.
* Ja, kenn ich, aber, du hast da keinen Grund zu, das weißt du doch. Dani ist echt… sie ist okay.* Ich zog skeptisch eine Augenbraue hoch, während ich Leas Glätteisen wieder wegpackte. Ich war zu faul zum glätten.
* Nicht mal ne Zahnbürste hab ich bei,* ich runzelte die Stirn.
* Kim, lenk nicht ab, du weißt das Bill dich liebt,* maulte Lea und drehte mich um, so dass ich sie anschaute.
* Ja, ich weiß.* Kaum gesagt fiel ich Lea um den Hals.
* Danke,* nuschelte ich und drückte meinen Kopf in ihre Halsgrube.
* Du bist blöd.* Lea drückte mich von sich und grinste, dann drückte sie mir einen Kuss auf die Wange.
* Du weißt doch dass ich immer für dich da bin.* Ich erwiderte ihr grinsen, ja, ich hatte eine wahre Freundin gefunden. Glück, pures Glück und vergessen war Dani, die ja immer noch unten in der Küche saß, vergessen war die Eifersucht.



Kapitel 112

* Ich stör ja nur wirklich ungern beim angrinsen, aber essen ist fertig,* ich schreckte aus meiner starre auf und blickte in Bills Gesicht, der hinter Lea stand und nur lachend den Kopf schüttelte.
* Kommen,* lächelte ich, griff Leas Hand und hüpfte an meinem Freund vorbei die Treppe hinunter in die Küche.
* Morgen,* lachte ich in die Runde, Georg und Gustav, Tom und Andi lächelten zurück, dann blieb mein Blick an Dani hängen.
Sie kaute Lustlos auf einem Stück Brötchen rum und musterte mich dabei zurückhaltend.
Ich wand mich wieder ab, ließ mich zwischen Lea und Bill fallen und griff in den Brötchenkorb.
* In 2 Stunden fahr ich wieder,* gab ich bekannt und sofort waren alle Blicke auf mich gerichtet.
* Dein ernst?* Murrte Andi mit vollem Mund und ich nickte schwerfällig.
* Aber bald komm ich wieder,* ich guckte zu Tom, der mir zu zwinkerte.
* Ja, in den Sommerferien, vielleicht kann ich David ja fragen ob du dann auch mal für längere Zeit da bleiben darfst, weil, deine Probeaufnahmen sind ja auch noch nicht beendet und so.* Ich starrte zu Bill. Ich hatte mit der Zeit völlig vergessen dass ich ja ursprünglich Probeaufnahmen machen lassen wollte.
* Eh’,* gab ich deshalb nur ein wenig verwirrt von mir und nickte dann nur.
* Ah alles klar,* gluckste mein Freund nur noch und biss dann in sein Nutellabrötchen.
Am Tisch wurde fröhlich geredet, alles war so wie immer, nur Tom nicht.
Er riss Frauenwitze, erzählte von Errungenschaften und von Groupies, flirtete wie ein Weltmeister mit Dani und warf ihr immer wieder sein checker grinsen zu. Gab sich so, wie in den Medien.
Auch Bill schien das nach einiger Zeit ziemlich auf die nerven zu gehen, alle am Tisch merkten es, alle außer Dani, aber wie sollte sie das auch merken, sie kannte Tom ja nicht anders.
* Tom, es reicht,* raunte Gustav Tom irgendwann zu, der Zwilling meines Freundes schwieg und schien zu bemerken, dass er übertrieb.




Kapitel 113


* Tom ist irgendwie süß,* hauchte Dani, ich ließ vor schreck fast die Teller, welche ich in die Spüle stellen wollte, fallen.
* Eh’ ja.* Ich runzelte die Stirn, warf Lea einen belustigten Blick zu und verließ danach die Küche.
* Schatz?* Besitz ergreifend grabschte Bill meine Hand.
* Mh?* * Lass uns hochgehen,* Bill wackelte mit der Augenbraue,* immerhin wirst du gleich abgeholt, ich will noch mal kurz mit dir reden.* Sein dreckiges grinsen verriet dabei alles und ich nickte nur:* Natürlich,* lachte ich, ließ mich aber trotzdem von ihm hinter sich her in sein Zimmer schleifen.
* Boah Tom regt mich schon wieder so auf, ey, als ob er Dani damit imponieren kann, wenn er was ernstes will, dann soll er vernünftig bleiben, ein Mädchen muss ihn doch eh so lieben wie er ist,* redete Bill sich - kaum hatte ich die Tür hinter uns geschlossen- in rage.
* Ich meine, er kann doch nicht ewig auf diesem scheiß Image sitzen bleiben.* Bill ließ sich aufs Bett fallen und stütze sich auf seine Ellenbogen, blickte mich erwartungsvoll an.
Was erwartete er von mir, was sollte ich schon dazu sagen? Ich wusste im Prinzip ja auch, das Tom nicht so war, wie er sich gab.
* Sag ihm das, nicht mir,* murmelte ich deshalb nur genervt und setzte mich neben Bill, ließ mir von ihm sanft über den Rücken streicheln.
* Schatz?* Bill zog mich zu sich runter und schlang seine Arme um sich.
* Mh?*
* Ich liebe dich.* Bill lächelte liebevoll und für einen Moment glaubte ich, ein loderndes Feuer in seinen Augen aufleuchten zusehen.
* Ich liebe dich auch Bill,* flüsterte ich und drückte meine Lippen sanft auf die seinen.
Leidenschaftlich spielten unsere Zungen miteinander bis:* Ich will ja nicht stören, aber, deine Mum ist da Kim.* Ich löste mich von Bill und blickte zur Tür.
Tom stand da, wirkte ziemlich geknickt.
* Was-,* Tom unterbrach mich:* Schon okay.* Ich blickte zu Bill, doch der beachtete meinen Blick gar nicht, fixierte Tom.
* Ich komm gleich nach,* nuschelte er dann und gab mir somit zu verstehen, dass ich das Zimmer verlassen- die Zwillinge allein lassen sollte.
Lustlos und langsam stolperte ich die Treppe hinunter, ließ meinen Blick noch einmal durch das unordentliche Wohnzimmer schweifen, blieb an dem großen Wandspiegel hängen und bemerkte die Tränen, die meine Wange benetzten.
Mit schwerfälligen Schritten und schwerem herzen machte ich mich auf den Weg in den Flur, wo meine Mutter stand und sich angeregt mit, ja, mit wem auch sonst, mit David unterhielt.
Als sie mich bemerkte lächelte sie und fuhr mir mit der Hand über die Wange.
* Ach Schätzchen, du siehst ihn doch bald wieder,* lächelte sie, weniger aufmunternd.
Ich schlüpfte in meine Chucks und blickte zu Lea, die im Türrahmen lehnte.
* Tschüss süße,* flüsterte sie mit belegter Stimme und kaum hatte ich sie in den Arm genommen fing ihr Körper an zu zittern und sie weinte.
Auch mein Tränenfluss schien kein Ende zu nehmen und als ich Lea losließ, war ihre Schulter nass und mein Kajal hatte spuren hinterlassen.
Ich seufzte.
* Ich ruf dich an wenn ich zu Hause bin.* Damit wand ich mich zu Gustav. Ich drückte ihn fest an mich.
* Tschüss großer.* Auch Georg drückte ich kurz aber innig, dann stand ich vor Dani.
* Tschüss… und danke,* sie lächelte, ein ehrliches lächeln, strahlende Augen und ich fiel ihr um den Hals.
* Machs gut, vielleicht… vielleicht sieht man sich ja irgendwann mal,* ich lächelte genauso ehrlich zurück, wie sie es zuvor getan hatte.
In dem Moment kamen Bill und Tom die Treppe hinunter, Bill stutzte einen Moment bei Danis und meinem Anblick, lief dann aber auf mich zu und fiel mir um den Hals.
* Ich ruf dich jeden tag an, ich versprechs kleiner Stern. Und sobald wir frei haben, dann... dann komm ich, okay?* Bill küsste mich wild und stürmisch, sodass ich ihn ein wenig bremsen musste.
* Ist okay großer. Ich liebe dich.* Und dann wand ich mich zu Tom, von dessen verhalten ich immer noch ziemlich enttäuscht war, doch jetzt, ja jetzt glitzerten auf seiner Wange einzelne Tränen.
* Denk an dass, was ich dir versprochen hab,* schniefte er als ich meinen Kopf einen Moment in seine Halsgrube drückte. Seine Worte halten in meinem Kopf wieder. Mit Tränen auf den Wangen und lächeln auf den Lippen, verließ ich das Gelände, stieg ins Auto und starrte aus dem Fenster, als wir das Ortsschild Hamburg hinter uns ließen.




Kapitel 114


Leas Sicht

* Wasn hier los, wieso steht ihr im Flur?* Andi rieb sich die Augen und tapste zu uns, zu Bill, der traurig gen Boden starrte.
* Kim ist gefahren,* antwortete ich leise und mein Freund riss die Augen auf.
* Scheiße, wieso weckt mich denn niemand?* Er fuhr sich durch die blonden Haare und ich musste lächeln.
* Kim wird dir nicht böse sein, du hast so süß geschlafen.* Andi grinste dankbar und drehte sich dann zu Bill, klopfte ihm aufmunternd auf die Schulter.
* Wird schon alter.* Bill nickte und alle zusammen gingen wir zurück ins Wohnzimmer.
* Was machen wir heute noch?* Tom ließ sich auf der Couch neben Dani nieder und lächelte sie von der Seite her an, nicht sein Macho lächeln, ehr ein warmes lächeln. Das die blonde noch nicht rausgeschmissen wurde, hatte sie wohl ganz allein Toms Mädchen Geschmack zu verdanken.
* Ich wäre für nen chilligen DvD Tag,* murmelte Bill, lustlos und sichtlich gelangweilt.
Andi und Gustav stolperten also schon wenige Minuten später durch die Wohnung und sammelten alle guten DvD’s die verstreut in jedem Zimmer rum flogen und wir guckten einen Horrorfilm, nach dem anderen.
* Der war ekelig,* murmelte ich, nach dem dritten oder vierten Horrorfilm.
* Ich glaube, ich geh jetzt.* Und schwupps war die komplette Aufmerksamkeit der Jungs auf Dani gerichtet, die sich schwerfällig vom Sofa erhob.
Sie reichte jedem die Hand, umarmte mich flüchtig und lächelte noch einmal schüchtern in die Runde.
* Danke für den schönen tag, danke dass ich hier schlafen durfte. Danke.* Damit drehte sie sich um, wollte wahrscheinlich gehen, hatte die Rechnung aber ohne Tom gemacht.
* Warte, ich bring dich zur Tür, er sprang auf und lief hinter Dani, die breit grinste, her.



Kapitel 115

Kims Sicht
* Kennst du dieses Gefühl? Wenn man total glücklich ist? Ich glaube ich bin verliebt, richtig verliebt. Ja, ich liebe Bill und dass sag ich nicht einfach nur so, ich fühle es.*
Ich lächelte auf den Grabstein meiner besten Freundin hinab, wünschte mir nichts sehnlicher als sie einmal in den Arm nehmen zu können, wusste,. es würde nie so werden wie früher und trotzdem, ja, ich war glücklich.
* Naja Schatz, ich geh, aber ich komm wieder, dass weißt du ja,* ich warf einen letzten Blick über das Grab, drehte mich um und schlenderte durch die Sonne zurück zur Straße.
Durch die Stadt, das verlangen nach Eis wurde von Schritt zu Schritt größer, aber was sollte ich auch machen, bei knapp 27 grad? Sommer, ja es war erst Mitte April und trotzdem so warm wie im Hochsommer.
* Ich hätte gerne 2 Kugeln Schokolade,* grinste ich den Eisverkäufer an.
* 1,20€,* leierte er monoton runter und ich stockte.
* Moment, 60 Cent für eine Kugel Eis?* Ich zog eine Augenbraue hoch, abgeguckt von Bill natürlich.
* Ja, na los, ich hab nicht den ganzen tag Zeit,* drängelte der Mann unfreundlich, ich warf im das Geld auf die Theke und stolzierte aus dem Laden. Arschloch! Innerlich darüber nachdenkend wieso Eis immer teurer wurde, merkte ich - erst als ich dran vorbei gelaufen war- eine Zeitschrift im Schaufenster eines kleinen Kiosk.
Ich lief die paar Schritte zurück und drückte meine Nase an die Scheibe, um wegen der Sonne besser sehen zu können.

Tokio Hotel - Jetzt etwa alle vergeben?

Ich zog eine Schnute. Was sollte dass denn? Nachdenklich betrat ich den kleinen staubigen Kiosk. Zwei Mädchen standen in der Ecke und tuschelten über eine Zeitung, hinter der Theke stand niemand.
Das Bild, die Situation, all das, war mir nur allzu bekannt. Ich schüttelte den Kopf, griff die Zeitschrift und legte sie neben mich auf die Theke, während ich in meiner Tasche nach meinem Geld suchte.
* Einmal die Bravo?* Ich schreckte auf, nickte hektisch, wollte nur raus aus dem Geschäft.
* Das macht dann 1,30€ für die Junge Dame,* ich gab ihm das Geld, griff meine Zeitschrift und wollte grade die Kiosktür hinter mir schließen, als eines der beiden Mädchen auf mich zu kam.
* Kim?* Sie kannte meinen Namen. Schüchtern blickte ich sie an.
Sie drückte mir einen Zettel in die Hand.
* Kannst du den Bill geben? - Danke,* und damit huschte sie zurück in den Laden und ließ mich verdutzt in der Einfahrt stehen.



Kapitel 116

Verwirrt machte ich mich auf den Weg nach Hause, warf mich auf die Couch und schlug die Zeitung mit dem Artikel über die Jungs auf.


Tokio Hotel - Jetzt etwa alle vergeben?
Die mittlerweile International bekannte Deutsche Teeniband Tokio Hotel, wird nicht nur wegen der gefühlvollen Songs geliebt.
Auf Fanplakaten liest man Sprüche wie: Bill, fick mich durch den Monsun; Tom leg die Gitarre beiseite und spiel mit mir.
Mädchenträume die zur Pubertät genauso dazugehören wie Pickel, Mädchenträume die nun geplatzt sind? Am Samstag Abend betreten 3 junge Mädchen das Gelände vom Tokio Hotel Produzenten David Jost. Eine davon ist Kim, die Freundin von Sänger und Frontmann Bill Kaulitz.
Die anderen beiden, zwei unbekannte. Fans in Angst und schrecken, sind etwa auch die anderen Jungs vergeben?
Das Management wollte sich dazu noch nicht äußern, es bleibt also die frage, was geschieht wirklich hinter den Fenstern des Hamburger Studios.



Unter dem Artikel ein Foto, wie ich, Arm in Arm mit Lea das Gelände betrete, dicht gefolgt von Dani, die mit ihren wilden Locken sofort herausstach.
Ich las den Artikel erneut. Dann griff ich zum Telefon, wählte Leas Nummer.
* Hey schatz,* flötete sie mir gut gelaunt entgegen.
* Hör zu Lea,* ich begann zu lesen, Lea lauschte und als ich geendet hatte, brach sie in schallendes Gelächter aus.
* Was ist dass denn für ne scheiße?* Kicherte sie und auch ich musste leise vor mich hinlachen.
* Endgeil,* gluckste Lea,* wart mal nen Moment, ich ruf Dani an, dass muss ich ihr erzählen,* und damit hatte sie mich auf Lautsprecher gestellt und ich lauschte gespannt wie Lea Dani in Kurzform die Story erzählte und erneut anfing laut loszulachen.
* Ja, das haben wir auch gedacht,* hörte ich sie kichern.
* Ja, Kim hat die Zeitschrift gefunden, voll geil, naja, ich mach wieder Schluss, wir telefonieren später,* und damit hörte ich ein leises knacken in der Leitung und Leas Stimme war wieder näher am Hörer.
* Wieder da,* murmelte sie. Wir plauderten noch knapp eine Stunde, dann legte ich auf und meine Gedanken schweiften erneut zu dem Kiosk, mir viel der Zettel ein, den dass Mädchen mir gegeben hatte, ich packte ihn aus und faltete ihn auseinander.




Kapitel 117

Eine Handynummer, ich runzelte die Stirn, hatte ich doch ernsthaft etwas anderes erwartet. Naiv.
Ich warf den Zettel achtlos auf den Boden und schlurfte in die Küche, griff im Kühlschrank nach der Flasche Milch und trank sie in einem Zug leer.
Meine Mutter war nicht da, natürlich nicht, wie hatte ich so etwas erwarten können? Wo war sie eigentlich? Kein Zettel? Keine Nachricht?
Ich schüttelte den Kopf, dass war so typisch.


~ 2 Wochen später ~


Langsam schlenderte ich die Straße entlang, der erste Mai war knapp vorüber, die Sonne prallte mir auf den Rücken und meine Laune hatte einen ihrer Höhepunkte erreicht.
Grade hatte ich mit Bill telefoniert, ihm von meiner letzten geschriebenen Prüfung erzählt und jetzt, ja, jetzt dachte ich wieder an Toms Worte. Bald würde ich Bill sehen, länger als nur ein paar tage.
Und kaum hatte ich die Wohnungstür geöffnet, sah ich das Desaster schon.
Im Flur standen Schuhe, Schuhe die ich nicht kannte, aus der Küche dann allerdings, die allzu bekannte Stimme, des nicht allzu gemochten Produzenten David.
* Ach, hallo Kim,* grüßte er freundlich und reichte mir die Hand, während ich mich, schüchtern grinsend, neben ihn setzte.
* Ich hab gehört du hast heute deine letzte Prüfung geschrieben?* er lächelte und zwinkerte mir kurz zu.
* Also gut Bärbel, warum ich eigentlich hier bin, ich möchte dir deine Tochter für ein paar Wochen entführen. Ich hab das mit ihrer Schule geregelt, sie könnte, genauso wie Bill und Tom, auf einer Fernschule weitermachen, ich meine, die Prüfungen hat sie hinter sich, alles wichtige ist vorbei und ich kann mir Bills Gejammer einfach keinen tag länger anhören.*
Meine ließ skeptisch ihre Kaffeetasse sinken und musterte mich.
* ich weiß nicht,* murmelte sie, mehr zu sich als zu mir.
* Bärbel, ich pass natürlich gut auf sie auf und kümmre mich drum dass sie regelmäßig Stoff nachholt. Außerdem braucht sie Bill ebenso wie Bill sie, du willst einer so jungen Liebe doch nicht im Weg stehen oder?* David grinste siegessicher, als meine Mutter hektisch den Kopf schüttelte.
* Natürlich nicht aber…* Ich hielt die Luft an, was kam jetzt?



Kapitel 118

*Aber?* fragte ich mit unsicherer- weinerlicher Stimme, ich ahnte schlimmstes.
* Kim, du bist erst 16 Jahre alt, du bist noch ein Kind und, wer weiß, vielleicht liebst du in 3 Wochen schon den nächsten, vielleicht klappt das mit dir und Bill nicht, dann sitzt du da, hast deinen lappigen Realschulabschluss und keine vernünftige Zukunft. Ich möchte, dass du Abitur machst.*
Entgeistert und Fassungslos starrte ich meine Mutter an. Was hatte sie da gesagt?
Mir schien es, als wären David und ich zum ersten mal einer Meinung, denn auch er hatte die Augen aufgerissen und starrte meine Mutter an.
* Bärbel, hör mir mal zu. Bill ist in den letzten Woche, Monaten, sehr misstrauisch geworden und er gibt sich garantiert nicht jedem so hin wie Kim. Natürlich war es am Anfang alles nicht so einfach, aber schau mal, trotz all dem, was die beiden schon zusammen erlebt haben, sind sie schon über 2 Monate zusammen.* Davids Blick fixierte meine Mutter, die unsicher auf Ihrem Stuhl hin und her rutschte.
Die Anspannung stieg.
* Bitte Mama,* flehte ich schon fast, meine Mutter seufzte tief.
* Lass mich und David einen Moment allein ja?* Ich nickte, stand auf und schlug die Küchentür hinter mir zu, bewegte mich keinen Schritt und lauschte gebannt den Worten die jetzt gesprochen wurden.
* David, wie kannst du ihr so ein Angebot stellen? Sie ist noch ein Kind!*
* Sie liebt Bill, dass musst du doch merken… und er, Bill liebt sie.*
* Sie sind noch Kinder, was bedeutet schon eine Beziehung die in vielleicht 2 Wochen nicht mehr existiert?* Die Worte meiner Mutter machten mich traurig. Enttäuschten mich.
* Bärbel, vertrau deiner Tochter doch, selbst wenn es so endet, dann lass sie die Zeit mit Bill jetzt noch genießen. Selbst ich, selbst ich hab das funkeln in ihren Augen gesehen als sie Bill zum ersten mal gesehen hat.* Stille. Mein Herz schlug so laut, dass ich angst bekam, man könne es in der Küche schlagen hören.
* Du Sorgst dafür, dass sie lernt und passt auf sie auf. Ich möchte sie alle paar Wochen sehen, werde mich drüber informieren wie sie mit dem Schulstoff verrann kommt, wenn das nicht klappt, hol ich sie zurück, verstanden?*
* Heißt das, dass du ja sagst?*
* Ja.* ich stieß einen lauten schrei aus, riss die Küchentür auf und sprang meiner Mutter in die Arme.
* Du bist die beste, die aller beste  Mama,* Ich drückte sie an mich und grinste seitlich zu David, der zufrieden lächelte.
* Aber dass du dir eines merkst Fräulein! Du meldest dich regelmäßig hier,* meine Mutter lachte noch einmal auf und schob mich dann von sich.
* Wann willst du sie denn mitnehmen?* Murmelte sie schwerfällig zu David, warf ihm einen Blick zu, welchen ich panisch zu verhindern versuchte. Wenn sie so guckte, hieß das nichts gutes. Schnell sprang ich auf und lenkte die Aufmerksamkeit im Raum wieder auf mich.
* Genau, wann nimmst du mich mit?* Lächelte ich und zupfte nervös an meiner Jeans.
* Pack deine Sachen, Morgenfrüh fahren wir nach Hamburg,* grinste er und ich konnte mir erneut einen leisen, spitzen schrei nicht verkneifen.
Aber dann viel mir etwas ein, etwas, was mir gar nicht gefiel.
* Und wo, wo schläfst du?*
* Ich eh’…* David brach ab und meine Mutter räusperte sich, sichtlich peinlich berührt.



Kapitel 119

* Er übernachtet hier, schläft auf der Couch.*
* Achso, ich dachte scho- Moment. HIER?* Ich runzelte die Stirn und versuchte mir auszumalen, was im Kopf meiner Mutter vorging.
* Ja hier und jetzt hau ab nach oben und pack, du willst morgen doch fertig sein,* ich verstand, schüttelte noch einmal empört den Kopf und machte mich dann auf in mein Zimmer um meine Sachen, viele Sachen, zu packen.
Das Glück war perfekt. Aber was war dass, diese Stimmung zwischen David und meiner Mutter. Er würde hier schlafen… ich musste würgen. Wie abartig. Natürlich, David hatte dazu beigetragen dass ich Bill auf unbestimmte-, aber sehr lange Zeit sehen konnte, aber… er und meine Mutter. Nein.
Ich faltete meine Anziehsachen, stopfte sie in den Koffer, hing dabei meinen Gedanken nach und seufzte.
Wie sehr ich Bill vermisste, aber bald, bald würde ich ihn wieder sehen, für länger, würde mit ihm mein Leben teilen, ähnlich wie ein Ehepaar.
Ich prustete los, wie kitschig das klang, aber war es nicht so? Ich würde ihn dann immer, jeden tag sehen.
Ich griff zu meinem Schreibtisch und packte ein paar Schreibsachen ein, bis mir Bills Geburtstagsgeschenk wieder in die Hände fiel.
3 Wünsche… einen Kuss, eine unvergessliche Nacht und einen Tag mit ihm verbringen, ohne mit Tokio Hotel in Verbindung gebracht zu werden. Ja, das waren sie, die perfekten 3 Wünsche.
Am Abend, ich  hatte fertig gepackt, sprang ich in Windeseile unter die Dusche, ließ mich vor den Fernseher fallen und wählte eine Nummer, nicht Bills, nicht Leas, nein, ich wählte die Nummer von Tom.

// Der junge mit den Dreadlocks wundert sich nicht schlecht als die Freundin seines Bruders sich am anderen Ende des Telefon meldet.
* Morgenfrüh komm ich auf unbestimmte zeit mit,* hauchte sie glücklich ins Telefon, Tom überkommt das Gefühl von purem Glück, schlimmer als nachdem Konsum einer kompletten Flasche Korn, fühlt er wie ihm dieses Gefühl zu kopf steigt.
An diesem Abend wundert sich jeder über sein grinsen, selbst das Mädchen, das an seiner Seite sitzt und schüchtern seine Hand hält. //




Kapitel 120

David war die Treppe hinauf gestiegen und verschwunden um die Jungs zu holen.
Ich stand auf dem Hof, unfähig mich zu bewegen, vor Aufregung und Freude, vor allem auf Bill.
Nervös tappelte ich von einem, auf das andere Bein, die Hände tief in meiner Hosentasche vergraben.
Dann öffnete sich die Tür, Tom trat heraus. Sein Gesicht zierte ein riesiges lächeln, er zwinkerte mir kurz zu und lief dann aber nicht auf mich- sondern auf den Van zu, was mich ein wenig irritierte. Auch Georg und Gustav stellten sich zum Van und beobachteten jetzt mich, wie ich ziemlich verloren auf dem Platz stand und auf Bill wartete.
Dann öffnete sich die Tür, Bills Schlanker Körper schob sich durch die Tür, sein Blick war gesenkt.
* Bill,* stieß ich aus, der angesprochene hob den Kopf.
* Oh Gott,* hörte ich ihn murmeln. Dann ließ er seine Tasche fallen und blickte mich stumm an. Ich setzte mich in Bewegung, mit jedem Schritt wurde ich schneller bis ich irgendwann in Bills ausgestreckte Arme stolperte und meinen Kopf an seine Brust drückte.
* Bill,* hauchte ich noch einmal und krallte mich in seinen Rücken, während sich unsere Lippen immer und immer wieder kurz auf einander legten.
Ich wusste nicht wie viel Zeit vergangen war, bis wir uns wieder von einander lösten.
* Was- machst- du- hier?* Bill legte den Kopf schief, hielt mich immer noch locker im Arm.
* Ich darf hier bleiben, so lang ich will. Meinen Realschulabschluss hab ich ja so gut wie in der Tasche, ich darf mit dir mit fahren, so lange du mich bei dir haben willst,* lächelte ich und Bills Gesichtszüge gerieten einen Moment außer Kontrolle.
* Ne! Du verarscht mich.* Er riss die Augen auf und Blickte zu Tom, der grade seinen Koffer in den Van beförderte.
* Oh Gott,* hauchte er erneut, kurze Zeit später spürte ich seine Lippen erneut auf den meinen, seine Zunge in meinem Mund.








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