Weißt du, was Liebe ist?
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Jubi Story zum 100. Kapi

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Hilf mir fliegen1. Teil 'Weil du mir ihr Herz hinterlässt'


Kapitel 121

Tom saß in der Lounge des großen Tourbus in welchen wir gewechselt waren und starrte immer wieder nervös auf sein Handy.
* Was hat er denn?* fragte ich Georg, der neben mir saß und Chips in sich hinein stopfte.
Ich saß auf Bills Schoß und beobachtete dessen Zwillingsbruder.
* Liebe hat er, Liebe,* murmelte Georg mit vollem Mund und Bill lachte auf.
* Liebe, so was kann man haben? Boah Schatz, ich glaub ich muss zum Arzt, ich hab auch Liebe,* letzteres sagte Bill so laut, das Tom aufschaute und ihn grimmig anschaute.
* Halt die Klappe,* fauchte er spitz und mit unnormal hoher Stimme.
* Sie hat immer noch nicht angerufen.*
Ich legte den Kopf schief.
* Wer hat nicht angerufen?*
* Na-,* Tom unterbrach Bill wütend:* Niemand,* fauchte er.
Ich kam mir ziemlich verarscht vor und dass sagte ich dann auch.
* Maus,* nörgelte Bill von hinten und legte seine Hand in meinen Nacken.
* Später,* fügte er leise hinzu. Ich nickte kaum merklich, warf Tom noch einen bösen Blick zu, ehe ich mich dem Fernseher zu wand.
Gegen Abend dann, wir fuhren immer noch, wurde der Vorhang von Bills Bett zur Seite geschoben und eben genannter lies sich neben mich sinken.
* Hey,* flüsterte er und strich mir eine Strähne aus dem Gesicht. Wir lagen ziemlich eng bei einander, so spürte ich seinen Atem auf meiner Haut. Gänsehaut, welche Bill zu bemerken schien, denn er grinste schelmisch.
* Du wolltest mir noch was erzählen,* bemerkte ich und lenkte somit - zumindest für einen Moment - geschickt vom Thema ab.
* Achja,* fing Bill an, sein grinsen wich einem ernsten, etwas nachdenklichen Gesichtsausdruck.
* Naja, er wartet schon seit gestern Abend auf den Anruf von,* er brach ab und musterte mich kurz, sprach dann etwas leiser weiter:


Kapitel 122

* Naja, er wartet auf Danis Anruf. Sie wollte ihn gestern, nachdem sie bei uns war anrufen.* Sein Blick, eine Mischung aus Unsicherheit und fragen. Dani, der Name hallte in meinen Ohren wieder.
* Hallo?* Bills Hand vor meinem Gesicht.
Nachdenklich legte ich den Kopf schief, blickte zu Bill der über mir lehnte.
* Ist das was ernstes?*
Bill zuckte nur mit den Schultern:* Ich weiß es nicht, aber so wie Tom sich in Moment verhält scheint’s so.*
* Er kennt sie doch kaum,* murmelte ich, konnte mich mit dem Gedanken dass Tom Dani liebte nicht anfreunden. Sie war vielleicht ganz nett, aber niemand von uns kannte sie, sie war… mir war sie unheimlich, ja.
* Warum machst du dir ‘n darum solche Sorgen Maus?* Bill fixierte mich misstrauisch mit seinem Hundeblick.
* Bill, ich will einfach nur vermeiden demnächst in irgendeinem Schwimmbad Kiosk zusammen geschlagen zu werden,* zischte ich.
* Tut mir leid,* mein Freund strich mir über die Wange, aber ich war mit meinen Gedanken schon längst wieder bei Dani.
* Wie hat sie denn auf dich so gewirkt?*
* Naja, ich fand sie ganz nett, sie ist sehr ehrlich und, ja, nett halt.* Bills stottern lag wahrscheinlich an seiner angst, mir gegenüber etwas falsches zu sagen, aber ich beruhigte ihn mit einem zarten lächeln, wollte uns den restlichen Abend nicht kaputt machen.
* Ach Maus,* seufzte Bill und ich schauderte kurz, Bills Blick auf meinem Körper ignorierend.
* Schade dass wir hier nicht alleine sind.* Sofort saß ich Kerzengrade in meinem Bett.
* Wie bitte?* Fragte ich spitz, musste aber selber lachen.
* Naja immerhin haben wir uns lange nicht mehr gesehen,* schmollte Bill mit großen Runden Kulleraugen, die mich zwangen, mich wieder hinzulegen.
* Bill,* mahnte ich ihn nur und zog seine Finger unter meinem Top hervor.
* Ich will schlafen,* kaum gesagt, gähnte ich herzhaft, drückte Bill einen kurzen-, feuchten gute Nacht Kuss auf den Mund und schloss die Augen, nicht ahnend was mich in dieser Nacht noch erwarten würde.


Kapitel 123


Müde rieb ich mir die Augen.
Es war immer noch dunkel, dass sah ich durch das kleine Dachfenster über Bills Bett, der Wagen fuhr immer noch und neben mir lag Bill mit leicht geöffnetem Mund und geschlossenen Augen.
Was mich aus dem Schlaf gerissen hatte wusste ich nicht, aber ich hatte durst und so kletterte ich über meinen Freund hinweg und tapste ins Erdgeschoss, um mir etwas zu trinken zu holen.
Vorsichtig öffnete ich den ersten Schrank, auf der Suche nach Gläsern, dann zum zweiten, zum dritten, doch nirgendwo fand ich sie.
* Gläser sind unten links,* murmelte eine Stimme hinter mir, ich quiekte auf und drehte mich auf dem Absatz um.
* Tom,* fauchte ich, die Hand auf mein rasendes Herz gelegt.
* Sorry,* murmelte der angesprochene nur und ich hörte deutliche Traurigkeit in seiner Stimme.
Sofort wurde ich ruhiger und ließ mich gegenüber von ihm auf den Sitz plumpsen.
* Tom? Was ist los?*
* Wolltest du nicht was trinken? Außerdem ist es mitten in der Nacht du gehörst ins Bett, wenn Bill aufwacht und du nicht neben ihm liegst ruft der doch sofort die Polizei oder spring vom nächsten Hochhaus.* Ich verstand Toms Scherzhaftigkeit in dieser Situation nicht, zumal ich im schmalen Licht der ‘Küchen’- Lampe deutlich Tränen auf seinen Wangen glitzern sah.
* Was ist los?* Fragte ich deshalb noch mal, deutlicher.
Tom atmete schwer als er mir leise eine Gegenfrage stellte:* Wie fühlt sich Liebe an?`* Ich stutzte, damit hatte ich nicht gerechnet, nicht von Tom, nicht in so einer Situation, doch schon im nächsten Moment kam mir Dani wieder in den Sinn. Konnte der Junge sich wirklich in sie verliebt haben?
* Tom, ich würde mich erst einmal ein bisschen öfter mit Dani treffen, sie ein bisschen besser kennen lernen und nichts überstürzen, früher oder später wirst du raus finden ob du sie wirklich liebst.* Tom musterte mich. Wahrscheinlich wurde ihm grade bewusst dass Bill mir erzählt hatte was zwischen ihm und eben genannter lief, aber es schien ihn nicht zu stören, denn er schniefte nur ein leises:* Okay,* welches mir noch mehr verunsicherte. Ein Kaulitz, der so leise sprach, der so schnell nach gab, nicht diskutierte und wegen einem Mädchen anscheinend so fertig war? Und dann auch noch Tom? Da zeigte sich mal wieder, wie der Gittarist wirklich war.


Kapitel 124


* Du packst das schon,* murmelte ich aufmunternd, konnte mir aber ein müdes gähnen nicht verkneifen.
Tom lachte gequält auf.
* Geh wieder pennen.*
* Und du?* Ich legte den Kopf schief.
* Ich bleib hier, weißt du,* er zögerte:* Ich möchte ein bisschen alleine sein.*
Ich nickte, ja, ich verstand das, sehr gut sogar und so lächelte ich ihm noch einmal kurz aufmunternd zu ehe ich mich auf den Weg zurück ins Bett machte.
* Wo warst du?* Kaum lag ich wieder neben Bill, öffnete dieser die Augen und guckte mich hell wach an.
* Auf’m Klo,* log ich. Ja, ich log meinen Freund an, aber ich hielt es für besser wenn Bill nichts von dem Gespräch zwischen Tom und mir erfuhr, dass würde nur wieder eine riesen Eifersuchtsszene geben, befürchtete ich. Zu Recht?
* So lange?* Bill stützt sich auf seine Ellenbogen und zog skeptisch eine Augenbraue hoch.
* Ja,* genervt verdrehte ich die Augen und bekam als antwort ein leises zischen meines Freundes zu hören.
Dann wurde es still und als ich meine Augen- die ich mittlerweile geschlossen hatte- noch einmal kurz öffnete, blickte ich direkt in ein wunderschönes-, tiefes braun.
* Du bist eine schlechte Lügnerin,* neckte Bill mich und stupste seine Nase sanft an mein Ohr. Gänsehaut, die Bill heute nicht zum ersten mal hervor gerufen hatte.
* Ganz schlecht,* nuschelte er und ich spürte seine Hand, die langsam am Bund meiner Hose entlang strich.
* Bill,* mahnte ich, ein zweites mal schon an diesem Abend.
* Richtig schlecht, unwiderstehlich- aber schlecht,* murmelte er gedankenverloren.
Er schien mich aber genau zu beobachten, es schien ihn an zustacheln dass ich vor Erregung zusammen zuckte, als er seine Hand zwischen meine Beine legte.
* Bill,* ich schüttelte den Kopf. Tom würde uns hören, das wollte ich nicht. Sex, oder so eine Art der Liebe war etwas zwischen Bill und mir, was niemanden etwas anging.
* Jeder hört uns wenn wir jetzt-,* ich brach ab und drückte mich ins Kissen.
* Quatsch, die schlafen doch alle,* Bill küsste meinen Hals.
* Aber wenn Tom zurück zu seinem Bett geht hört er uns.* ich stockte. Schlug mir geschockt die Hand vor den Mund.
Vor meinen Augen erschien Bills Kopf, der mich mit vorwurfsvollem Blick musterte.
* Weißt du,* mit einem ruck zog er seine Hand wieder aus meiner Hose hervor um dann mit ruhiger, zu ruhiger Stimme fort zufahren:



Kapitel 125


* Ich wusste dass. Denkst du echt ich bin so blöd und krieg nicht mit wenn es meinem Zwillingsbruder scheiße geht? Ich hab eure Stimmen doch gehört.*
Schuldbewusst blickte ich zu Bill auf.
* Ist doch auch schön, wenn er dir vertraut. Aber weißt du was richtig scheiße ist?- Nein? Wenn du mich anlügst,* seine Stimme war Vorwurfsvoll und enttäuscht und war mit jedem Wort lauter geworden, das letztere hatte er grade zu geschrieen.
Jetzt drehte er sich um, zog sich die Decke über den Kopf und es war still.
Nur das brummen des Motors war zu hören.
Ich seufzte.
* Ich hab nur mit ihm geredet, wegen Dani. Eigentlich wollte ich nur was trinken, dann saß er da, wir haben ein bisschen gelabert und er hat mich nach Rat gefragt Bill, er wollte wissen, wie Liebe sich anfühlt. Ich hab ihm gesagt, dass er das selber raus finden muss, mehr nicht. Ich wollte dir das noch sagen, aber nicht heute, ich wollte genau das verhindern, diesen scheiß streit,* die letzten drei Worte wimmerte ich nur noch, denn dass unerklärliche Gefühl, welches in meinem bauch wütete ergriff die Oberhand und trieb mir einen dicken Klos in den Hals.
* Ich hasse streit,* murmelte ich diese Wahren Worte. Nicht zuletzt weil meine Schwester nach einem so enormen streit gestorben war und ich nie die Möglichkeit gehabt hatte, mich bei ihr zu entschuldigen.
* Und ich hasse lügen,* hörte ich Bill nur leise murmeln.
* Jetzt schlaf, wir reden Morgen.* Ich seufzte, ließ mich zurück in mein Kissen sinken und starrte an die Decke.
Bills Wecker tickte.
Tick tack, tick tack, Minuten vergingen und ich blieb wach.
Von der linken- auf die rechte Seite und wieder auf den Rücken, egal wie ich lag, schlafen konnte ich nicht.
Bill lag mit dem Rücken zu mir, regte sich nicht.
Tick tack, Tick tack, Tick tack
Irgendwann, es dämmerte bereits, fielen mir die Augen zu, ich versank in einem wirren Traum.
* … und es tut mir leid dass ich so sauer war, dass war scheiße und nicht fair, aber ich hasse Lügen Maus, dass weißt du doch, aber ich liebe dich und wenn du wach bist, dann werde ich dir dass auch noch mal sagen,* langsam öffnete ich die Augen und linste verschlafen zu meinem Freund, der Top gestylt auf der Bettkante saß und mich jetzt mit großen Augen anguckte.
* Du bist wach,* stellte er überflüssigerweise fest.
* Es-,* Ich schüttelte den Kopf, brachte ihn so mit einen Moment zum schweigen und lächelte ihn dann entschuldigend an:* Es tut mir leid.*
Ich griff seine Hand und zog ihn zu mir, doch ehe ich ihn küssen konnte, fing er auf einmal an zu reden, in einem Tempo, bei welchem ich nicht im mindesten mithalten konnte:




Kapitel 126

* Ach, bevor ich es übrigens vergesse, Lea hat angerufen, ich soll schön grüßen und dir sagen, wenn wir in den Sommerferien mal in Magdedorf sein sollten sollen wir vorbei kommen und Dani hat heute Morgen bei Tom angerufen und sich ganz doll entschuldigt weil sie sich gestern nicht gemeldet hat und so, sie war wohl als sie bei uns abgehauen ist auf der Party von einer Freundin von ihr und hat viel zu viel getrunken und ist erst gegen halb 4 gestern Nachmittag aufgestanden und hat’s dann einfach verplant.* ich stieg in Bills dauer grinsen mit ein. So etwas kannte ich ja nur zu gut.
* Und Tom geht’s wieder gut?* harkte ich noch mal nach ehe ich mich aufsetzte und streckte.
* Ja, ich glaub dem ging’s nie besser,* lachte Bill und zog mich in seinen Arm.
* Ich liebe dich mein kleiner Stern,* und endlich, nach langem Gerede, bekam ich meinen- mir wohl verdienten- guten Morgen Kuss.
* Morgen ihr zwei,* David schlenderte an uns vorbei und trieb uns somit auseinander.
* Morgen,* maulte ich nur und streckte dem Manager hinter seinem Rücken die Zunge raus, was Bill mit einem räuspern kommentierte und mich angrinste.
* Wir sind übrigens in 10 Minuten am Hotel,* rief David noch, ehe er verschwand.
Ich guckte Bill fragend an.
* Ja, wir fahren für 2 Stunden ins Hotel, da können wir Duschen, essen und dann geht’s auf zum Flughafen.*
* Wo sind wir überhaupt?* Fragte ich nach und kratzte mich am Kopf.
* Mh, wir sind in Düsseldorf und fliegen nach Paris.* Ich nickte nur und wollte mich grade wieder zurück lehnen, als ein ruckeln mich davon abhielt.
* Okay, wir sind da, na komm,* Bill zog mich hinter sich her zur Bustür, als ich stockte.
* Bill, ich bin im Schlafanzug.*
Mein Freund drehte sich in Zeitlupe zu mir um, musterte mich kurz und prustete los.
* Wieso, Boxershorts und Top, geht doch,* machte er sich lustig, was ich weniger toll fand.
* Also Jungs, erst auf dem Rückweg gibt es Autogramme, verstanden?* Einstimmiges brummen und schon wurde die Tür aufgerissen und Bill zog mich- in Boxershorts und Top- hinter sich her durch die Fan Massen.
* So eine scheiße,* fluchte ich sauer und tippelte Bill hinterher, darauf achtend nicht in irgendwelche Scherben zu treten, denn, wer hätte es gedacht? Nicht einmal Schuhe hatte ich an.
* Dann lohnt es gleich wenigstens sich die Füße zu waschen,* lachte Gustav neben mir.



Kapitel 127


* Die Koffer bringen die uns gleich hoch,* erwähnte Bill, als ich ihn erneut auf meinen Schlafanzug ansprach.
* Okay, wer will zu erst duschen? Ich meine, wir haben ja nur zwei stunden und… vielleicht sparen wir Zeit wenn wir zusammen gehen?* Bill schaute mich unsicher an. Ich musste nicht lang überlegen und stimmte dem ganzen zu ohne große Worte, denn schon gestern Abend, im Busbett, hatte ich nicht nein sagen wollen, wäre da nicht Tom gewesen.
* Na dann komm,* kaum waren unsere Koffer auf dem Zimmer und wir hatten unsere neuen Klamotten in der Hand, zog Bill mich mit ins Bad.
Sanft fing er an mich zu küssen, während er mich meiner Hose entledigte. Unterwäsche trug ich nicht, umso schneller ging es, bis ich nackt vor ihm stand.
Den letzten Stoff, seine Boxershorty ließ ich achtlos auf den Boden fallen, ehe ich ihm unter das warme Wasser folgte.
Die kalten Fliesen am Rücken strichen Bills Hände über meinen Körper, seine Küsse wurden immer fordernder, bis er mich irgendwann ein stück anhob, ich meine Beine um sein Becken schlang und er sanft in mich eindrang.
// Ein wildes spiel der Liebe schien zu beginnen, Bills Finger glitten über Kims Körper, der vor Erregung nur so zitterte.//
Nicht zum ersten mal hatten wir Sex unter der Dusche, nicht zum ersten mal erlebte ich dieses wunderschöne Gefühl der Zweisamkeit.
Die Zeit schien still zu stehen, mit geschlossenen Augen lehnte ich meinen Kopf an Bills Schultern, während er mich wieder auf den kalten Duschboden stellte.
Er atmete schwer, lächelte glücklich.
Mit dem Zeigefinger fuhr er die Konturen meiner Lippen nach, als ich ihn stumm anschaute.
* Ich liebe dich,* flüsterte ich und legte meine Hand an die stelle, an welcher sein Herz schlug. Gleichmäßig, beruhigend.
* Danke,* keuchte Bill außer Atem während er sich an den Fliesen hinab zum Duschboden gleiten ließ, ich folgte.
* Wofür?*
* Danke dass du da bist kleiner Stern, einfach nur danke,* murmelte Bill, lehnte den Kopf zurück und lachte mich glücklich an.



Kapitel 128


* Also, irgendwie habt ihr es heute richtig nötig oder?* Nach etlichen geschriebenen Autogrammen, etlichen geweinten Tränen und Fotos, saßen die Jungs wieder neben mir im Tourbus und Bill, der seit unserer kleinen Duscheinlage nicht die Finger von mir lassen konnte, knabberte an meinem Ohr, was Tom mit neidischen Blicken kommentierte. Ja- seine Blicke waren neidisch, denn Dani hatte heute keine Zeit zum telefonieren, sie fuhr zusammen mit einem guten Freund ins Kino, was sie Tom natürlich breit auf die Nase gebunden hatte.
Bei dem Gedanken verzog ich leicht das Gesicht, was Bill natürlich sofort falsch aufgriff.
* Was? Gefällt dir das nicht?* Seine großen Kulleraugen verengten sich und musterten mich.
* Du denkst schon wieder zu viel nach, stimmt’s?* Seine einfühlsamen Worte drangen nur langsam zu mir vor, so kam meine Reaktion, ein klares Kopfschütteln, viel zu spät.
* Was ist denn los mh? Hat es dir nicht gefallen? Wolltest du gar nicht?* Zu erst weich und einfühlsam- wurde Bills Stimme jetzt panisch und laut, sodass Tom, der uns gegenüber auf der Bank saß, leise vor sich hin grinste, den Blick starr aus dem Fenster gerichtet.
* Grins nicht so blöd,* maulte ich gespielt zickig, wandte mich dann zu Bill und drückte ihm einen zärtlichen Kuss auf.
* Doch, es ist gut Schatz, ich hab nur Nachgedacht, wie es so wird in Frankreich. Die Fans kennen mich da ja noch gar nicht … und so,* murmelte ich und die eigentliche Ausrede brachte mich nun wirklich zum Nachdenken.
Ja, wie würden sie denn reagieren, wenn schon die Deutschen Fans so negativ reagierten?
Auch Bill schien dass einen Denkstoß verpasst zu haben, denn er ließ nun endgültig von mir ab und richtete seinen abwesenden Blick auf die glänzende Tischplatte.
* Glaubst du…, glaubst du sie werden anders… also, vielleicht noch negativer auf dich reagieren als die Fans in Deutschland?*  Bills frage war unsicher und, ja seine Stimme hatte den hauch von Ängstlichkeit, den ich nicht hören wollte.
Auch Tom blickte jetzt- mit zusammen gekniffenen Augenbrauen auf, musterte uns einen Moment und gab dann an meiner stelle antwort auf Bills Frage.
* Ich denke, sie werden alle nicht begeistert sein Bill aber, man kann Liebe ja nicht abstellen und das werden sie akzeptieren.*
Ich nickte zustimmend, auch wenn ich mir dessen nicht so sicher war, in den nächsten tagen würde es sich- so oder so- zeigen.



Kapitel 129


Ja, es würde sich zeigen. Um Bill und vor allem mir nicht die Laune zu verderben, verdrängte ich den Gedanken an die Fans allerdings, erfolgreich.
Noch einmal kurz atmete ich tief durch, ehe ich zu Bill linste, der mich mit warmen-, liebevollen Augen anstrahlte.
* Ich bin so froh dich zu haben,* hauchte er und drückte mir seine feuchten Lippen auf die Stirn. Ich schloss die Augen, wollte den Moment einfach nur genießen.
* Kleiner Stern…,* Bill drückte mich leicht von sich und gab mir zu verstehen, dass ich aufstehen sollte.
Überrumpelt und nicht wissend was los war, erhob ich mich also, woraufhin mein Freund mich nur kurz anlächelte.
Er stand ebenfalls auf, drückte sich auf dem schmalen Flur, zwischen Tisch und Küchenzeile, an mir vorbei und setzte sich zu Tom, der jetzt wieder Gedankenverloren aus dem Fenster starrte und mit seinem Blick einzelnen Regentropfen zu verfolgen schien.
Bill warf mir einen bittenden- fast flehenden Blick zu und ich verstand. Er wollte sich mit seinem Bruder allein unterhalten.
Obwohl ich das verstand war die Enttäuschung groß, dass er mich jetzt so ganz plötzlich weggescheucht hatte.
Ich kam mir ein bisschen fehl am Platz vor und so trottete ich mit beleidigter Miene die Treppe hinauf und ließ mich zu Gustav und Georg in die Lounge fallen.
* Na, Füße wieder sauber?* lachte ersterer mich freundlich an. Ich erwiderte seinen Blick etwas scheu und nickte dann.
Meine Augen wanderten gen Boden, ich hatte Sehnsucht, Sehnsucht nach Zweisamkeit.
Obwohl ich Bill noch vor wenigen Minuten, wenn nicht sogar erst Sekunden gesehen hatte, vermisste ich ihn schon wieder schrecklich.
Heute war aber auch ein komischer Tag, dachte ich und schmunzelte.
* Da, sie kann doch lächeln,* rief auf einmal Gustav lautstark neben mir und weiß- gespielt erschreckt- mit dem Zeigefinger auf mich.
* Eh`,* entfuhr es mir nur verwirrt und ich beobachtete Georg, der jetzt zusammen mit seinem Bandkollegen in schallendes Gelächter ausbrach.
So sehr meine Laune auch gesunken war blieb mir nach wenigen Minuten des beobachten nichts anders übrig als ebenfalls los zuprusten.
Ich hielt mir die Rippen und kicherte mit wahrscheinlich hoch rotem Kopf vor mich hin, wie albern, bis sich auf einmal die Tür öffnete und eine schwarze Haarpracht sich mir entgegen schob.
* Kleiner Stern,* lächelte mein Freund, augenblicklich verstummte mein kichern. Ich erwiderte sein lächeln.
Bill ließ sich, ohne großes umgehen, auf meinen Schoß sinken und lehnte seinen Oberkörper an den meinen.
Von hinten schlang ich meine Arme um ihn, lehnte meinen Kopf zwischen seine Schulterblätter und atmete tief ein.
Er roch wieder so gut, so clean, wie ein baby. Glücklich lächelte ich in den grauen Stoff von Bills T-Shirt und vernahm erst viel zu spät die schallende Stimme, die durch den Bus dröhnte…



Kapitel 130

* Kinder, wir sind da, packt eure Sachen und dann auf.* David.
Bill erhob sich mit einem leisen seufzen von mir und griff meine Hand.
* Komm.*
Ich zupfte noch einmal mein Oberteil zurecht, schaute im vorbeigehen ein letztes mal in den Spiegel und wartete dann auf die Jungs, die ihre Koffer, inklusive die meinen, hinter sich her nach draußen schleiften.
* Hier,* Bill ließ meine beiden Taschen und meinen Koffer vor mir auf den Boden sinken.
* Also so schwach wie du aussiehst bist du gar nicht,* lachte ich und kassierte einen fassungslosen Blick seitens von Bill.
* Also dass kann ich ja jetzt so nicht auf mir sitzen lassen,* murmelte er und rannte auf mich zu.
So rannten wir einmal quer über den Parkplatz, bis Bill mich irgendwann packte und in die Luft hob.
Wie ein kleines Baby lag ich in seinen Armen und musterte sein Makellos schönes Gesicht.
* Wer ist hier schwach hä?* Bill ließ mich wieder auf den Boden sinken und stemmte die Hände in die Hüfte. Dass er außer Atem war überspielte er mit leisem räuspern.
Ich streckte ihm nur frech die Zunge raus und ging zurück zu meinen Koffern.
Doch kaum hatte ich den Koffer auf einen Gepäckwagen gelegt und mir meine Handtasche umgelegt, da spürte ich auch schon eine Hand, die sich um meine Hüfte schlang und sanft an einen anderen Körper drückte.
* Bill,* stieß ich aus und lächelte meinen Freund von unten her an.
* Kim,* machte er es mir nach und strich mit seinem Daumen über ein stück freie Haut an meinem Beckenknochen.
* Komm,* nuschelte er dann und zog mich noch enger an sich.
Die Gepäckwagen wurden von Saki und dem Security Team gefahren, so hatten Bill und ich die Freiheit Arm in Arm bis zum Haupteingang zu laufen.
Da vor eben diesem nur knapp ein dutzend Fans standen, war eine Absperrung nicht nötig und es reichte wenn Tobi, einer der vielen Secus um die Jungs herum, immer mal wieder nach uns schaute.
Obwohl ich gerne gewollt hätte, wich ich nicht von Bills Seite, denn selbst beim Autogramme schreiben warf er immer ein Auge auf mich und achtete darauf, dass ich weder weglaufen- noch blöd angemacht werden konnte.
* Du Bill,* ich drehte den Kopf in die Richtung aus der der spitze schrei kam, ebenso wie mein Freund der erschrocken zusammen gezuckt war.
Ein blondes-, vollbusiges Mädchen kam angewackelt und schob mich unauffällig ein stück bei Seite. Sie legte meinem Freund einen Arm um die schmale Hüfte und lächelte ihn an.
* Können wir ein Foto machen?* Sie lächelte zuckersüß und in mir stieg ein ungutes Gefühl auf, welches sich nur noch bestätigte, als das Mädchen eine weitere Frage stellte…. Ich hatte das Gefühl ganz übel würgen zu müssen….








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